Umfeld Donauraum - Stadtentwicklungsprojekt
Zahlreiche Bauprojekte manifestieren auf eindrucksvolle Weise die Einlösung der Zielvorgabe, Wien an die Donau zu rücken. Der Millenium Tower stellt eine weithin sichtbare Landmarke an der Donau dar. Die Donau City folgt der Vorgabe einer bipolaren Stadtentwicklung und bringt die Ausbildung eines neues Stadtquartiers im engeren Donauraum mit sich. Die Bebauung des Nordbahnhofareals stellt eines der größten Wiener Stadtentwicklungsvorhaben im unmittelbaren Nahbereich der Stromlandschaft dar. Bauvorhaben wie die Turmlandschaft an der Wagramer Straße oder der Wohnpark Neue Donau verdichten die Stadtstrukturen an der Donauachse.
Verlängerung der U2
Mit der Verlängerung der U2 über die Donau nach Stadlau wird der engere Donauraum an eine weitere hochrangige öffentliche Verkehrsachse angebunden. Vorausschauend wurde den sich dadurch ändernden Rahmenbedingungen im "Stadtstrukturellen Nutzungskonzept Donauraum Wien 2000" ein zentraler Stellenwert eingeräumt. Erforderliche Konzepte zur Lenkung des zu erwartenden erhöhten Nutzungsdrucks auf diesen Teil der Donaulandschaft wurden entwickelt.
Im Bereich Stadlau - Aspern ist in den nächsten Jahren mit einer dynamischen Stadtentwicklung zu rechnen. Die Bedeutung des Donauraumes für die stadtteilbezogene Freizeit- und Erholungsnutzung wird dadurch weiter steigen.
Kraftwerk Freudenau und Augebiet
Positive Effekte für den Naturhaushalt brachte die Errichtung des Kraftwerkes Freudenau mit sich. Der Grundwasserspiegel konnte bereichsweise wieder deutlich angehoben werden. Nun gilt es, ein Waldmanagement zu entwickeln, das den örtlichen Potenzialen bestmöglich Rechnung trägt. Im Bereich des Unteren Praters haben die Bestände die Chance zu regenerieren. Bereichsweise können sich wieder typische Auwaldbäume durchsetzen.
Erholung im Wiener Prater
Aus Sicht der Erholungsnutzung stellt ein zentrales Anliegen in den nächsten Jahren eine verbesserte Vernetzung des Praters mit dem Rechten Donauufer und der Donauinsel dar. Der Realisierung eines solchen landschaftlichen Kontinuums stehen derzeit noch zahlreiche Fragen entgegen: zum Beispiel hinsichtlich der Grundverfügbarkeit oder verschiedenste Projektvorhaben.
Biosphärenreservat Lobau
Die Lobau erlangte mit ihrer hohen naturräumlichen Wertigkeit internationale Anerkennung durch die Erklärung zum UNESCO-Biosphärenreservat im Jahr 1977. Seit der Lobauverordnung 1978 steht der gesamte Landschaftsraum unter Naturschutz. Mit einer Gesamtfläche von rund 2.400 Hektar stellt die Lobau seit 1996 einen wichtigen Bestandteil des Nationalparks Donau-Auen dar. Da die Lobau jedes Jahr von mehr als 600.000 Erholungssuchenden besucht wird, kommt der gezielten Benutzerstromlenkung in der Nationalparklandschaft ein hoher Stellenwert zu.
Es werden Wege gesucht, um die heute gedämmte Lobau zumindest bereichsweise wieder zu einem echten "Wasserwald" zu machen. An der Umsetzung dieser Zielvorstellungen wird intensiv gearbeitet. Die künstliche Wasserbeschickung von der Alten Donau aus führte bereits bei zahlreichen Altwässern zu einem merklichen Anstieg des Wasserspiegels. Die Öffnung des donaunahen Marchfeld- oder Hubertusdammes bei gleichzeitiger Errichtung eines neuen Hochwasserschutzdamms im Vorland der Lobau ist in Vorbereitung. Die Chancen stehen gut, dass aus dem Biosphärenreservat Lobau bald ein lebendiges Beispiel für die gelungene Revitalisierung einer Aulandschaft wird.
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