SEP - Umsetzungsaktivitäten
Evaluierung der ersten Prgrammphase
Ende 2009 ist der Bericht über die erste SEP-Programmphase von einer externen Evaluierungsstelle vorgelegt worden. Dieser beinhaltet eine Dokumentation und Evaluierung des Programmfortschritts, eine Quantifizierung der erzielten Energieeinsparungen und eine aktualisierte Energieverbrauchsentwicklung für Wien. Die Ergebnisse lassen sich in Kürze wie folgt zusammenfassen:
- Insgesamt betragen die dokumentierten und projektbezogenen Energieeinsparungen durch die Umsetzung der SEP-Maßnahmen im Zeitraum 2006 bis 2009 jährlich rund 134 Gigawattstunden.
- Durch die Umsetzung diverser Maßnahmen konnte der durchschnittliche Heizwärmebedarf im geförderten Wohnungsneubau um rund ein Viertel zwischen 2005 und 2008 abgesenkt werden.
- Im Rahmen der THEWOSAN-Förderung gelang es, die Sanierungsqualität weiter anzuheben und die erzielten spezifischen Energieeinsparungen pro Quadratmeter weiter zu steigern. Die dokumentierbare zusätzliche Energieeinsparung liegt im Bereich der geförderten Wohnhaussanierung jährlich bei rund 50 Gigawattstunden.
- Im Rahmen der Wohnbauförderung (Neubau- und Sanierungsförderungen) werden nur mehr energieeffiziente Heizsysteme (Fernwärme-Anteil bei rund 70 Prozent) gefördert Dadurch wird deren verstärkte Marktdurchdringung unterstützt.
- Für öffentliche Gebäude der Stadt Wien sind Qualitätskriterien für Neubauten und Sanierungen in den Raumbüchern der Abteilung Bau- und Gebäudemanagement (MA 34) definiert worden. In den Raumbüchern sind verpflichtende Grundlagen für die Planung und Ausschreibung von Errichtungen und Sanierungen von Amtshäusern, Schulen und Kindergärten festgelegt. Es sind auch Energiestandards für Heizsysteme vorgegeben.
- Im öffentlichen Dienstleistungssektor sind bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen energetische Anforderungen hinsichtlich Heizungs- und Klimaanlagensystemen zu berücksichtigen.
- Die dokumentierten Einsparungen der gebäudeverwaltenden Dienststellen inklusive des Krankenanstaltenverbunds betragen im Betrachtungszeitraum rund 50 Gigawattstunden pro Jahr. Damit wird die geplante Vorbildwirkung des Magistrats im Bezug auf die Umsetzung vorhandener Potenziale gemäß den Zielsetzungen des SEP für den eigenen Wirkungsbereich, nämlich 15 Gigawattstunden pro Jahr einzusparen, deutlich überschritten.
- Das Energiemonitoring in öffentlichen Gebäuden wurde begonnen und ist planmäßig in Umsetzung.
- Im Bereich der öffentlichen Beleuchtung wird der Lampenaustausch beziehungsweise die Nachtabsenkung forciert. Bei der Neuerrichtung beziehungsweise bei Umbauten und Modernisierungen von Verkehrssignalanlagen wird die LED-Technologie eingesetzt. Durch diese beiden Maßnahmen können rund zwei Gigawattstunden jährlich eingespart werden.
Evaluierungsbericht: 1 MB PDF • 1 MB RTF
PR-Maßnahmen
Zur Verbreitung des SEP wurden Folder und Plakate produziert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SEP-Koordinationsstelle kommunizieren das SEP kontinuierlich auf Messen und anderen fachspezifischen Veranstaltungen. Diverse SEP-Artikel in regionalen Zeitungen wurden publiziert.
Zu den entwickelten Technologieleitfäden finden regelmäßig SEP-Energieeffizienz-Foren statt, die sowohl extern als auch intern zur Informationsverbreitung dienen sollen.
Bewusstseinsbildung
- Technologieleitfäden und Broschüren
- Um eine Steigerung der Marktdurchdringung energieeffizienter Geräte zu erreichen, wurden Technologieleitfäden und Broschüren zu den Themen Beleuchtung, Umwälzpumpen, Aufzüge und Rolltreppen, Ventilatoren, Solares Kühlen, Glasbauten und Druckluft entwickelt.
Download: SEP-Technologieleitfäden und -Broschüren - Aktion "Testen Sie Ihre Umwälzpumpe"
- Umwälzpumpen in Heizungssystemen gelten als bisher stark unterschätzte Energieverbraucher. Testen Sie Ihre Umwälzpumpe: PumpenCheck von co2online.
- Aktion: "Testen Sie Ihren Kühlschrank"
- Ist Ihr Kühlschrank ein "Stromfresser"? Testen Sie Ihren Kühlschrank: KühlCheck des Städtischen Energieeffizienz-Programms.
- Erstellung einer Schülerzeitung mit Energiespartipps
- Um Bewusstseinsbildung von Schülerinnen und Schülern zu forcieren, wurden Lehrmaterialien zu Energieeffizienz und Energiesparen produziert. Die Zeitschriften werden an österreichischen Schulen über ein Jahresabonnement von Eltern für ihre Kinder (Schülerinnen und Schüler) bezogen und sowohl im Unterricht als auch in der Freizeit verwendet.
Download: Prof. Megawatts Energiespar-Tipps
Maßnahmen innerhalb der Stadt Wien
- Energiemanagement für magistratseigene Objekte
- Gemeinsam mit dem städtischen Umweltmanagementprogramm PUMA wird intensiv an der Energiebuchhaltung innerhalb des Magistrats gearbeitet.
- Erfassung der Energieeffizienz- und Energiespardaten
- Ziel ist es, bei allen magistratseigenen Objekten, die bereits eingeleiteten Maßnahmen, die dauerhafte Auswirkungen haben (kurz: Early-Actions), zu dokumentieren. Die Studie enthält eine Aufstellung aller Maßnahmen, die entsprechend der Energieeffizienzrichtlinie durch die Stadt Wien zur Erreichung des Energiesparrichtwertes geltend gemacht werden können.
- Haustechnikforum
- In Zusammenarbeit mit PUMA werden regelmäßig Foren durchgeführt. Ziel dieser Foren ist, innerhalb des Magistrats möglichst alle für die Haustechnik Verantwortlichen regelmäßig über Neuerungen in der Haustechnik, neue Trends und neue Vorschriften zu informieren. Dabei soll auch der Erfahrungsaustausch unter den Technikerinnen und Technikern gefördert werden.
Verantwortlich für diese Seite:Ing.in Ursula Heumesser (Magistratsabteilung 20)
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