SEP - Umsetzungsaktivitäten
Die jüngste Evaluierung des SEP beschreibt die gesamte Umsetzung der Maßnahmen des SEP im Zeitraum 2006 bis Mitte 2012. Bisher wurde mit dem Programm eine Vielzahl gezielter Maßnahmen gesetzt, um den Energieverbrauch nachhaltig zu reduzieren.
Sechs Jahre nach der Einführung des SEP können große Erfolge verzeichnet werden: Pro Jahr können nachweisbar rund 160 Gigawattstunden zusätzlich eingespart werden. Das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von etwa 12.000 Wiener Haushalten.
Insgesamt liegen die Energieeinsparungen der in der SEP-Periode 2006 bis 2011 umgesetzten Maßnahmen bei insgesamt mehr als 960 Gigawattstunden.
- Durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen konnte der durchschnittliche Heizwärmebedarf im geförderten Wohnungs-Neubau um die Hälfte gesenkt werden.
- Im Rahmen der THEWOSAN-Förderung wurde die Qualität von Sanierungen weiter verbessert. Es gelang auch die Energieeinsparungen pro Quadratmeter zu steigern. Dadurch konnten bei geförderten Wohnhaussanierungen jährlich rund 74 Gigawattstunden eingespart werden.
- Im Rahmen der Wohnbauförderung (Neubau- und Sanierungsförderungen) werden nur noch energieeffiziente Heizsysteme gefördert.
- Das Wien Energie-Haus und „die umweltberatung“ haben Energieberatungen für Haushalte durchgeführt. Dadurch konnten zusätzlich jährliche Einsparungen von 1,5 Gigawattstunden im Bereich Strom und Wärme erreicht werden.
- Im Rahmen des SEP wurden verpflichtende Energiestandards für Heizsysteme in die Raumbücher aufgenommen. Für öffentliche Gebäude sind Qualitätskriterien für Neubauten und Sanierungen in den Raumbüchern der Abteilung Bau- und Gebäudemanagement (MA 34) festgelegt.
- Mittels geförderten Beratungsprogrammen des ÖkoBusinessPlans werden energieeffiziente Maßnahmen in Betrieben vorangetrieben. Jährlich wurden dadurch mehr als 100 Maßnahmen umgesetzt, die zu einer jährlichen Einsparung von durchschnittlich rund zwölf Gigawattstunden führen.
- Bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen im öffentlichen Dienstleistungssektor sind die energetischen Anforderungen hinsichtlich Heizungs- und Klimaanlagensysteme zu berücksichtigen.
- Der Magistrat hat sich zum Ziel gesetzt, jährlich 15 Gigawattstunden pro Jahr einzusparen. Die Einsparungen der gebäudeverwaltenden Dienststellen inklusive des Krankenanstaltenverbundes betragen durchschnittlich rund 35 Gigawattstunden pro Jahr. Somit wurde das gesetzte Ziel deutlich erreicht.
- Der Aufbau eines zentralen Energieinformationsmanagements in öffentlichen Gebäuden wurde begonnen und ist in Umsetzung.
- Im Bereich der öffentlichen Beleuchtung wird der Leuchtmittelaustausch beziehungsweise die Nachtabsenkung vorangetrieben. Bei der Neuerrichtung sowie bei Umbauten und Modernisierungen von Verkehrssignalanlagen wird die LED-Technologie eingesetzt. Durch diese beiden Maßnahmen können durchschnittlich rund 1,6 Gigawattstunden jährlich eingespart werden.
- Im Sektor Verkehr wurde die Anzahl der eingesetzten Erdgas-Pkw verdoppelt, womit eine Gesamteinsparung von durchschnittlich rund 0,3 Gigawattstunden erreicht wird.
Evaluierung und Monitoring des Städtischen Energieeffizienzprogramms (SEP) der Stadt Wien für die Jahre 2006-2012: 3 MB PDF
PR-Maßnahmen
Zur Verbreitung des SEP wurden Folder und Plakate produziert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SEP-Koordinationsstelle kommunizieren das SEP auf fachspezifischen Veranstaltungen und publizieren energieeffizienzbezogene Beiträge in regionalen Zeitungen.
Regelmäßig stattfindende SEP-Energieeffizienz-Foren werden zur externen und internen Informationsverbreitung genutzt und thematisieren aktuelle Entwicklungen im Bereich Energieeffizienz.
Bewusstseinsbildung
- Energie.stadt.neu.denken
- Die Ausstellung informierte von November 2012 bis März 2013 über aktuelle Trends und Herausforderungen im Energiebereich und zeigte Lösungsansätze für die zukünftige Energiepolitik. Am bunten Rahmenprogramm nahmen Jung und Alt teil: Exkursionen zu energieeffizienten Vorzeigeprojekten in Wien und Kraftwerken, die erneuerbare Energien produzieren, zeigten zahlreichen Interessierten wo und wie bereits heute Innovationen eine ökologisch nachhaltige und zugleich sichere sowie komfortable Energieversorgung erlauben. Mehrere Podiumsdiskussionen luden zum direkten Austausch über Energiefragen mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft ein.
- Ausstellung "Bauen für Morgen – Ökologische Intelligenz im Aufbruch"
- Im gesamten März 2013 war eine Zusammenführung der zwei erfolgreichen Wander-Ausstellungen "Form & Energie" aus Österreich und "Energieeffizientes Planen und Bauen" aus Bayern zum energieoptimierten Bauen und ökologisch-nachhaltiger Architektur zu sehen. Die Ausstellung informierte anhand realisierter Bauwerke über Erfolge, aktuelle Entwicklungen und künftige Aufgaben auf diesem Gebiet und gab Anstöße zu weiterem Engagement. EnergieexpertInnen, StadtplanerInnen und -gestalterInnen sowie ArchitekInnen aus Bayern und Wien diskutierten im Rahmen der Ausstellungseröffnung über brennende Fragen und Aspekte der architektonischen Umsetzbarkeit sowie der Relevanz von Energieeffizienz im Gebäudesektor.
- Erste Wiener Stromsparmeisterschaft
- Mit Erfolg ging im Herbst 2012 die erste Wiener Energiesparmeisterschaft zu Ende. Knapp 15.000 Interessierte informierten sich über die Kampagne, nahmen an den Gewinnspielen teil oder holten sich von Expertinnen und Experten wertvolle Tipps zum Stromsparen in den eigenen vier Wänden. Mehr als 500 Wienerinnen und Wiener nahmen den Kampf gegen den eigenen Stromzähler auf. Mehrere hundert kreative Energiespartipps wurden eingereicht.
- Technologieleitfäden und Broschüren
- Um eine Steigerung der Marktdurchdringung energieeffizienter Techniken zu erreichen, wurden Technologieleitfäden und Broschüren zu den Themen Beleuchtung, Umwälzpumpen, Aufzüge und Rolltreppen, Ventilatoren, Solares Kühlen, Glasbauten, Druckluft und Dienstleistungsgebäude entwickelt.
SEP - Technologieleitfäden und -Broschüren - Mitwirkung am der Kindenergiesparmesse
- Für alle Schulklassen der 3. bis 8. Schulstufe wurden 55 spannende und kindgerechte Workshops zu Energie- und Umweltthemen für acht- bis zwölfjährige Schülerinnen und Schüler aufbereitet.
- Erstellung einer Schülerzeitung mit Energiespartipps
- Um Bewusstseinsbildung von Schülerinnen und Schülern zu forcieren, wurden Lehrmaterialien zu Energieeffizienz und Energiesparen produziert. Die Zeitschriften werden an österreichischen Schulen über ein Jahresabonnement von Eltern für ihre Kinder bezogen und sowohl im Unterricht als auch in der Freizeit verwendet.
Prof. Megawatts Energiespar-Tipps: 6,7 MB PDF - Veranstaltung "Schritt für Schritt zum Nullenergiegebäude"
- Am 25. Oktober 2012 fand die Veranstaltung "Schritt für Schritt zum Nullenergiegebäude" statt. Sie wurde von zahlreichen Expertinnen und Experten aus der Baubranche besucht. Präsentiert wurden der neue Leitfaden und das Kriterienset energiebewusstes Bauen für Dienstleistungsgebäude in Wien. Folien zur Veranstaltung stehen zum Download bereit.
Veranstaltung "Schritt für Schritt zum Nullenergiegebäude" - E-Vent
- Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Veranstaltung konnten ein elektrisch betriebenes Fahrzeug testen. Dafür standen ein Kleintransporter Kangoo Maxi Z.E. und der Twizy von Renault sowie mehrere Elektrofahrräder der Marke Puch zur Verfügung. Zusätzlich befand sich eine Ladestation von Wien Energie vor Ort. Gleichzeitig bestand die Möglichkeit, mit den Expertinnen und Experten der Elektromobilität vor Ort offene Fragen zu diskutieren.
Maßnahmen innerhalb der Stadt Wien
- Energiemanagement für magistratseigene Objekte
- Gemeinsam mit dem städtischen Umweltmanagementprogramm PUMA wird laufend an der Weiterentwicklung von Energiemanagement innerhalb des Magistrats gearbeitet.
- Erfassung der Energieeffizienz- und Energiedaten
- Energiebezogene Daten des Magistrats werden regelmäßig erhoben und analysiert (Energieverbräuche, eingesetzte Energieträger, Energieerzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger, et cetera)
- Energie- und Haustechnikforum
- In Zusammenarbeit mit PUMA werden regelmäßig Foren durchgeführt. Ziel dieser Foren ist, innerhalb des Magistrats möglichst alle für Energie und Haustechnik Verantwortlichen regelmäßig über Neuerungen, Trends und aktuelle Vorschriften zu informieren. Dabei soll auch der Erfahrungsaustausch unter den Technikerinnen und Technikern gefördert werden.
Verantwortlich für diese Seite:Energieplanung (Magistratsabteilung 20)
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