"Support-Netzwerk" als institutionen- und länderübergreifende Einrichtung: Erläuterungen und Empfehlungen
Ziele
Es soll ein Netzwerk auf nationaler und internationaler Ebene errichtet werden, das einem raschen und gesicherten Informationsaustausch zu folgenden Themen dient (Auswahl):
- Koordination und Erfahrungsaustausch zu Fragen der Ausrüstung, Alarmstruktur und
- Alarmorganisation der Psychosozialen Akutbetreuung
- Definition und Nutzung von Schnittstellen zwischen Krisenmanagement und Wissenschaft zur laufenden Verbesserung der Psychosozialen Akutbetreuung
- Finanzierungsmodelle, Finanzierungsvergleiche
- Referentenpool für Aus- und Fortbildung
- Trainings- und Ausbildungsprogramme
- Terminkalender für Veranstaltungen
- Wissenschaftliche Arbeiten, Artikel
- Abstimmung der Öffentlichkeitsarbeit
- Strategische Planungen
- "Entwicklungshilfe" für neue Projekte
- Initiierung, Koordination und Erfahrungsaustausch bei Praxisforschung
- Erfahrungsberichte, Einsatzberichte
- Klärung und Ausbau der präventiven Elemente der Psychosozialen Akutbetreuung
Erfordernisse
Auf allen Ebenen ist es zielführend, eine/n zentrale/n "Ansprechpartner/in" vorzusehen. Diese/r ist bereit, Verantwortung zu tragen und als Motor für Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung zu fungieren. Geeignet sind Institutionen (Gebietskörperschaften, Verwaltungseinheiten von Staaten, Ländern, Regionen, universitäre Ebene), aber auch (private) Organisationen (etwa NGO's).
In jedem Land/jeder Organisation, bei jede/r Teilnehmer/in am Netzwerk sollen klar definierte Organisationsstrukturen und Kommunikationsebenen bzw. -mechanismen zur Sicherung des Informationsflusses eingerichtet werden.
Die/der "Ansprechpartner/in" kann eine Kontaktperson vorsehen. Über diese Schnittstelle laufen alle Informationen und Initiativen.
Jede/r Teilnehmer/in am Netzwerk soll ebenfalls eine/n Ansprechpartner/in und/oder eine Kontaktperson bekanntgeben. Deren Aufgaben auf sind auf nationaler und internationaler Ebene gleich.
Eine erfolgreiche Initiative kann nur mit Personen aufgebaut werden, die das notwendige Engagement sowie Geduld und Ausdauer aufbringen können. Der Aufwand an Zeit steht in Relation zum Gesamtumsatz an Informationen. Gut funktionierende interne Strukturen sichern wesentliche Synergieeffekte und damit Zeitersparnis.
Es erscheint sinnvoll, eine/n Kostenträger/in vorab zu definieren. Der optimale Einsatz bereits vorhandener Kommunikationssysteme - nach Möglichkeit auf neuestem technischen Stand - spart Kosten. Dabei wäre auch die aufgewendete Arbeitszeit zu berücksichtigen.
Zu den wichtigsten Mitteln der Kommunikation zählen Fax und alle technischen Möglichkeiten, die das Internet bietet - unter anderem electronic mail, mobilbox, chat, Verteilergruppen, etc.
Die Bereitschaft zur Teilnahme soll die Weiterleitung, Querinformation, Sammlung von Informationen, eigenem Input, Beteiligung am chat, Hilfeleistung, etc. umfassen.
Die Zusammenarbeit soll insbesondere auf verschiedenen Ebenen erfolgen:
- Zusammenarbeit zwischen Einzelorganisationen: Krisenmanagements, Einsatzorganisationen, wissenschaftliche Einrichtungen intern und übergreifend - laufende Kontakte und Information, besonders wichtig im Krisenfall
- Koordinierung von länderübergreifenden Einsätzen (Tourismus!)
- Zusammenarbeit zwischen Regionen und Staaten (länderübergreifend, bilateral, multilateral)
- Aufbau und Ansprechen eines Expert/innenpools für Einsatz, Aus- und Fortbildung, Expert/innentreffen und wissenschaftliche Kontakte in Form von Telekonferenzen und im Chat-room
- Zusammenarbeit mit Medien: Der Umgang mit öffentlichen Reaktionen ("public emotions") unter Beachtung nationaler und regionaler Gegebenheiten ist bedeutsam.
Schnittstellen
| Bereich | Schnittstelle(n) | Bereich |
|---|---|---|
| Krisenmanagements, Einsatzorganisationen, wissenschaftliche Einrichtungen Staat 1 |
|
Krisenmanagements, Einsatzorganisationen, wissenschaftliche Einrichtungen Staat 2 |
| Krisenmanagement, Einsatzorganisationen Region 1 |
|
Krisenmanagement, Einsatzorganisationen Region 2 |
| Krisenmanagement allgemein |
|
Wissenschaft allgemein |
Den Schnittstellen soll ein besonderes Augenmerk geschenkt werden. Ein wichtiges Element kann die Orientierung an der Praxis und die Umsetzung für die Praxis mit wissenschaftlich fundierten Grundlagen sein. Gemeinsame Forschungsprojekte können Wesentliches zu einer Weiterentwicklung beitragen.
Qualitätssicherung
Für die Organisation, Strukturen und Abläufe, des "Support-Netzwerkes" sollen Instrumente der Qualitätssicherung vorgesehen werden. Insbesondere wären die Informations- und Kommunikationsflüsse an den Schnittstellen laufend zu evaluieren.
Verantwortlich für diese Seite:Magistratsdirektion - Krisenmanagement und Sicherheit
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