Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 30.04.2012:
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Umbenennung Lueger-Ring: ÖVP sieht "Säuberungsaktion"

Der ehemalige Nationalratspräsident Andreas Khol und der Landesparteiobmann der Wiener ÖVP, Manfred Juraczka, sprachen sich am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz einmal mehr gegen die Umbenennung des Dr. Karl Lueger-Rings aus. Auch die Art der Bekanntgabe sei eine "Überraschung und befremdlich" gewesen, so Juraczka. So werde die Umbenennung nicht im zuständigen Unterausschuss diskutiert und es seien auch keine Parteiengespräche diesbezüglich eingeleitet worden. Die Berufung auf die Universität sei nur ein "Vorwand", denn es gäbe keinen Universitäts- oder Rektoratsbeschluss. Zudem habe die Stadtregierung eine Historikerkommission eingesetzt, die Wiens Straßennamen begutachte - die Ergebnisse dieser sollten abgewartet werden. Zum Thema Antisemitismus meinte der Klubobmann, dass Lueger einer der prägendsten Bürgermeister Wiens gewesen sei. Er hätte antisemitische Tendenzen gehabt, diese wolle man weder verschweigen noch gut heißen, aber man müsse "das alles im historischen Kontext sehen". Die ÖVP fordert, dass sich die Stadt von den Umbenennungsplänen distanziert. Das Thema solle im zuständigen U-Ausschuss im Gemeinderat diskutiert werden. Auch eine Kosten-Offenlegung der Umbenennung für die Stadt, Firmen und Anrainer sei wünschenswert. Khol ortete hinter der Umbenennung eine "Säuberungsaktion der Grünen nach ihren puristischen Prinzipien", hier sei jedoch "Behutsamkeit und Sorgsamkeit" geboten.

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