Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 27.04.2012:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte (Termine, Kontaktmöglichkeiten,...) möglicherweise nicht mehr aktuell sind.

22. Wiener Gemeinderat (1)

Fragestunde

Die erste Anfrage stellte GR Dr. Wolfgang Ulm (ÖVP) zum Thema Umbenennung des Dr.-Karl-Lueger-Rings an Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Ulm kritisierte die geplante Umbenennung und vermutete eine ideologische Prägung bei der Vorgehensweise. Mailath-Pokorny meinte in seiner Beantwortung, dass es ihm keineswegs um die "Auslöschung” Luegers gehe. Im liege an einer differenzierten Vorgehensweise. Auf der einen Seite stünden Luegers Verdienste als kommunalpolitischer Erneuerer, auf der anderen Seite, dass er den Antisemitismus zu seinem politischen Vorteil genutzt habe. Ebenso sei Lueger für seine Wissenschaftsfeindlichkeit bekannt gewesen. Diese beiden Aspekte waren der Grund, den langjährigen Wunsch der Universität Wien – die sich am Lueger-Ring befindet – nachzukommen. Zudem gebe es in Wien über ein Dutzend weitere Gedächtnisorte. Eine Kommission kümmere sich zudem um ähnlich gelagerte Fälle. Sollten sich dort ebenfalls vergleichbare Erkenntnisse ergeben, werde man entsprechend handeln.

In der zweiten Anfrage wollte GR Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) von Vizebürgermeisterin Mag. Maria Vassilakou (Grüne) Details zu den Auswirkungen der verbilligten Jahres- und Monatskarten der Wiener Linien wissen. Die Zahl der Neukunden habe sich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres verdreifacht, so Vassilakou in ihrer Beantwortung. 35.500 neue Jahreskartenbesitzer seien damit noch vor Einführung der neuen Tarife dazugekommen. Insgesamt seien jetzt 390.000 WienerInnen mit einer Jahreskarte unterwegs. Auch im europäischen Vergleich gehöre man zu den günstigsten Großstädten, 662 Euro betrage der Preis für eine Jahreskarte im europäischen Durchschnitt. Trotz geringer Anhebung liege man auch bei den Einmalfahrscheinen unter diesem Durchschnitt. Den Mehraufwand bezifferte Vassilakou mit etwa 30 Millionen Euro. Dieser werde zum Teil von den Wiener Linien, zum Teil von der Stadt getragen.

Rückfragehinweis für Medien:

  • Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
    Diensthabender Redakteur
    Telefon: 01 4000-81081
Verantwortlich für diese Seite:
Rathauskorrespondenz (Magistratsabteilung 53)
Kontaktformular