Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 04.05.2011:
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Wohnbaustadtrat Ludwig: "Halbzeit" für neues Passivhaus-Trio

Drei geförderte Passivhausbauten in der Donaustädter Lavaterstraße 6-8 und in Wien-Landstraße, "Eurogate", feiern Dachgleiche


StR Michael Ludwig beglückwünscht Verena Zojer und Roland Supper, dass sie Anfang des kommenden Jahres bereits ihre Wohnung in Europas größter Passivhaussiedlung "Eurogate" beziehen können.

Wien ist im Bereich der mehrgeschossigen Passivhäuser Weltmeister. "Die Passivhausbilanz Wiens kann sich sehen lassen: 15 geförderte Wohnprojekte in Passivhausbauweise mit 1171 Wohnungen wurden seit dem Jahr 2004 fertig gestellt. 22 Projekte mit 3750 Wohnungen befinden sich in Planung oder Bau. Das Gesamtausmaß aller Fördermittel, die die Stadt Wien in die Passivhausprojekte investiert, macht enorme 200 Mio. Euro aus", betonte Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig. Aktuell wurden bei drei Passivhausprojekten im 22. und 3. Bezirk die Rohbauten fertig gestellt. Für die künftigen BewohnerInnen rückt der Einzugstermin in greifbare Nähe. Stadtrat Ludwig machte sich kürzlich selbst ein Bild vom Baufortschritt.

"Alle drei Passivhauswohnhausanlagen sind Vorzeigeprojekte, die besten Wohnkomfort mit hohen ökologischen Standards verbinden. Nicht zuletzt zeigen die beiden Projekte in "Eurogate", dass der Bau von Europas größter Passivhaussiedlung zügig voranschreitet", freute sich Michael Ludwig. "Im geförderten Wohnbau Wiens widmen wir ökologischen Aspekten seit vielen Jahren höchstes Augenmerk. Denn nicht nur Klima-und Umwelt werden dadurch entlastet, sondern die niedrigen Heizkosten schlagen sich auch sehr positiv in den Haushaltsbudgets der Bewohnerinnen und Bewohner nieder. Die große Nachfrage bei ökologischen Bauten beweist, dass ökologisches Wohnen bei den Wienerinnen und Wienern einen hohen Stellenwert einnimmt", hob er hervor.

Ressourcen schonen, passiv wohnen - auf Bauplatz 1 von Eurogate

Die Genossenschaft HEIMBAU errichtet in der Aspangstraße 2 und 4, an der Bittmann-Promenade 3, 71 geförderte Genossenschaftswohnungen in Passivhausbauweise mit Eigentumsoption und 71 Tiefgaragenplätze. Die Wohnungen variieren in Größen von zwei bis 5 Zimmern mit Loggien, Terrassen und Gärten Ein wichtiges Anliegen der städtebaulichen und architektonischen Idee - die Planungen erfolgten durch Feichtinger Architects - sind Offenheit und Transparenz. Sie werden durch großzügige Verglasungen der Gemeinschafts- und Fahrradabstellräume sowie maximale Fenstergrößen der Wohnungen bei gleichzeitigem Erreichen des Passivhaus-Standards erreicht. Der zentrale Gemeinschaftsraum befindet sich unter dem freigestellten Bauteil der Stiege 1 und ist vollständig verglast, um den Bezug zum Außenraum (Platzsituation, Kleinkinderspielplatz, Durchgang) maximal erlebbar zu machen. Um den Temperaturverlust möglichst niedrig zu halten, kommt eine 3-Scheibenverglasung zum Einsatz, die in Kombination mit Beschattung durch Loggien und Laubengänge für eine gute Sommertauglichkeit sorgt. Diese hochwärmedämmenden Fenster sorgen auch im Winter für eine hohe Behaglichkeit. Die energieeffiziente Lüftung bietet hohen Wohnkomfort, besten Schallschutz und sehr gute Raumluftqualität. Die Fertigstellung dieses Projekts ist für Anfang 2012 geplant.

"Das Passivhaus der Heimbau an einem markanten Ort von "Eurogate" vereint maximalen Wohnkomfort mit minimalem Wärmebedarf in ausgezeichneter innerstädtischer Lage. Hier können wir ein weiteres Mal unsere Kompetenz beim ökologischen Wohnbau demonstrieren", erklärte Heimbau-Obmann Mag. Peter Roitner.

Kosten: Die Grund- und Baukosten betragen Euro 525,79/m2 (mit Stundung möglich), die monatliche Miete bei Bezug Euro 6,50/m2. Für Garagenplätze beträgt die monatliche Miete rund Euro 78,00.

"Passivhaus plus" auf Bauplatz 2 von Eurogate

In den beiden Bauteilen der ÖSW - geplant von Architekt Krischanitz - werden insgesamt 110 geförderte Mietwohnungen mit Eigentumsoption untergebracht. Die Gebäude wurden als "kompakte Baukörperform" geplant, die, wie auch die optimierten Fensterflächen zur Minimierung von Wärmeverlusten beitragen sollen. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 60 und 106 m2. Die Geschosswohnungen zeichnen sich durch flexible Mitgestaltungsmöglichkeiten und großzügig dimensionierte Wohnküchen mit davorliegenden Freiräumen wie Loggien, Balkonen und Terrassen aus. Alle Wohneinheiten werden durch natürlich belichtete Stiegenhäuser erschlossen. Die Querdurchlüftung jeder Wohnung sichert einen hohen Wohnkomfort. Die Be- und Entlüftung der Wohnungen ist mittels kontrollierter Wohnraumlüftung in Form von zentralen Lüftungsgeräten geplant. Die Wärmeversorgung der Wohnhausanlage soll mittels Fernwärme, einerseits zur Versorgung des Nachheizregisters, andererseits zur zentralen Warmwasserbereitung erfolgen. Hervorzuheben ist die natürliche Erdkühlung für besonders der Sonne ausgesetzte Dachgeschoßbereiche. Die geplante Fertigstellung ist Frühjahr 2012.

"Mit der Umsetzung des Passivkomforthauses soll ein wesentlicher Beitrag zur Akzeptanz des Passivhausstandards im mehrgeschossigen Wohnbau geleistet werden. Das ÖSW stellt mit diesem Projekt einmal mehr seine ökologische Verantwortung unter Beweis", hob ÖSW-Vorstand DI Michael Pech hervor.

Kosten: Grundkostenbeitrag ca. 220 Euro/m2 (plus 64 Euro - gestundet für max. 3 Jahre), Baukostenbeitrag ca. 207 Euro/m2, Miete voraussichtlich 6,87 Euro/m2.

Nachhaltiges Wohnen in der Lavaterstraße 6-8

Die von der BAI (Architekten: Arch. DI Cornelia Schindler, Arch. DI Rudolf Szedenik) entwickelte Passiv-Wohnhaus-Anlage in unmittelbarer Nähe der U2-Station "Aspernstraße" - sie wird über 220 geförderte Wohnungen, ein Kindertagesheim und mehrere Einzelhandelsflächen verfügen - wird planmäßig im Frühjahr 2012 fertig gestellt sein. Sämtliche Wohnungen - 138 geförderte Mietwohnungen sowie 82 geförderte Eigentumswohnungen - werden mit Mitteln der Wohnbauförderung des Landes Wien - insgesamt rund 11 Mio. Euro - errichtet. Alle Wohneinheiten sind im Passivhaus-Standard ausgeführt und mehrheitlich südseitig und in den ruhigen Innenhof orientiert, nahezu alle mit Loggien, Balkonen oder Eigengärten. Besonderheiten dieses Projekts sind ein Fitness-Bereich im Gartengeschoß und ein Wellness- und Saunabereich in Verbindung mit einer großzügigen Dachterrasse.

"Für die BAI, die sich bereits seit vielen Jahren mit der Entwicklung und Errichtung nachhaltiger Wohnbautypologien beschäftigt, ist der hohe Verwertungsstand in der Lavaterstraße 6-8 von über 50 Prozent eine Bestätigung dafür, dass modernes, energieeffizientes Wohnen geschätzt wird", so der Geschäftsführer der BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH, DI Thomas Jakoubek.

Das Passivhausanlage Lavaterstraße 6-8 ist die erste Stufe eines dreiteiligen Bauvorhabens. In den kommenden Jahren soll das Projekt um ein Bürohaus mit einer Einzelhandelszone und ein weiteres Wohnhaus mit ca. 180 Wohnungen erweitert werden.

Kosten: Für die 138 geförderten Mietwohnungen betragen die Eigenmittel durchschnittlich 460 Euro/m2, die monatliche Miete beginnt bei 7,10 Euro/m2. Für die 82 geförderten Eigentumswohnungen sind Eigenmittel in der Höhe von ca. 1.958 Euro/m2 erforderlich, die monatlichen Kosten liegen etwa bei 1,87 Euro/m2. Es sind noch einige Wohnungen frei!

Service für Wohnungssuchende

Sowohl bei der Heimbau als auch beim ÖSW war die Nachfrage nach Wohnungen auf Eurogate so stark, dass bereits im Vorfeld innerhalb von kürzester Zeit alle Wohnungen mehrfach reserviert waren. Neue Reservierungen können aus diesem Grund nicht mehr angenommen werden.

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