Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 02.05.2011:
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Fair-Play: Durchs Reden kommen die Leute zusammen
Konfliktvermeidungsteams auch 2011 wieder auf öffentlichen Plätzen unterwegs
Nach dem überaus positiven Feedback des Vorjahres sind die Fair-Play-Teams auch diesen Sommer wieder bis Ende September unterwegs, um die Kommunikation der Menschen im öffentlichen Raum zu fördern. Die Aktion wird 2011 in 16 Bezirken durchgeführt. Neu hinzugekommen ist der 6. Bezirk. Erkennbar an den speziell gebrandeten Jacken und T-Shirts werden rund 50 MitarbeiterInnen in den Abend- und Nachtstunden auf die Menschen in Parks und auf öffentlichen Plätzen zugehen, um so eventuelle Konflikte bereits im Vorfeld zu verhindern.
Zufriedenheit auf allen Seiten
"Die Fair-Play-Teams werden von der Bevölkerung sehr gut aufgenommen, es gibt fast ausschließlich positive Kontakte. Die Menschen freuen sich, dass jemand aktiv mit ihnen kommuniziert, sich für sie interessiert und sie bei der Lösung ihrer Probleme unterstützt", erklärt Jugend- und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. Oxonitsch: "Sowohl ParknutzerInnen als auch AnrainerInnen fühlen sich mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen und das steigert ihre Zufriedenheit in ihrem Lebensumfeld."
Die Arbeit der Fair-Play-Teams ist bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ungefähr im gleichem Ausmaß gefragt. Fast zwei Drittel der Personen, die sich an die Fair-Play-MitarbeiterInnen wenden, sind männlich.
Favoriten stockt auf
Bis zu 14.000 Kontakte pro Monat hatten die MitarbeiterInnen der Fair-Play-Teams im Vorjahr mit NutzerInnen von Parks und öffentlichen Plätzen. Mit 22 Zielorten gehört der 10. Bezirk zu den größten Einsatzgebieten in Wien. "Da gibt es enorm viel Gesprächsbedarf", erklärt Hermine Mospointner, die Favoritner Bezirksvorsteherin. Mospointner: "Auch im Keplerpark konnten wir die Kommunikation unter den BenutzerInnen fördern. Die Beschwerden sind stark zurückgegangen, eben weil wir durch Fair-Play viel rascher auf die Bedürfnisse der BürgerInnen reagieren können. Daher wird der Bezirk für 2011 eine/n dritten Fair-Play-MitarbeiterIn finanzieren."
Fair-Play: Service in vielen Bereichen
In den Gesprächen mit den Fair-Play-Teams werden oft sehr persönliche Anliegen vorgebracht, von Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bis hin zu partnerschaftlichen Problemen. "Ein wesentliches Thema ist der rechtzeitige Abbau von Vorurteilen durch Schaffung einer Kommunikationsbasis, um Alltagsrassismus zu vermeiden", ist Sabine Walchhütter, die Leiterin der Fair-Play-Teams bei den Wiener Kinderfreunden, überzeugt.
Die Fair-Play-Teams konnten oftmals durch Vermittlung an entsprechende Angebote der Stadt Wien weiterhelfen und so die Eigeninitiative der Leute fördern. Die Kooperation mit den anderen Einrichtungen der Stadt wie dem Stadtgartenamt, den Wohnpartnern und der Wiener Jugendarbeit hat sich bewährt und trägt wesentlich zum Erfolg des Projektes bei.
Die Teams unterstützen die BürgerInnen in den unterschiedlichsten Bereichen. Ob als Vermittler bei nächtlicher Lärmproblematik im Park, bei der Abgabe von gefundenen Gegenständen wie Personalausweisen und Schlüsseln beim Fundamt, als ErsthelferIn nach kleinen Verletzungen oder wenn sich ein Kleinkind nicht mehr alleine von einer Rutsche heruntertraut, die Fair-Play-MitarbeiterInnen beschränken sich nicht auf die reine Kommunikation.
Anlässlich der Beschwerden von ParkbenutzerInnen über freilaufende Hunde stellte sich z.B. heraus, dass einfach der Zaun für die Hundezone erneuert gehört. Beim Käfigfußball können nach einem Schlichtungsgespräch dann auch Jüngere mitmachen und Streits beim Kickerl gehören durch Fair-Play sowieso der Vergangenheit an. Nicht zuletzt geben die Fair-Play-MitarbeiterInnen manchen Jugendlichen auch Infos über die Bildungsangebote der Stadt, etwa das Nachholen des Hauptschulabschlusses.
Nach einer gewissen Zeit kommen die Menschen auch von selbst auf die Fair-Play-Teams zu, um sich zu erkundigen, Rat zu holen - oder sich zu bedanken: "Was Ihr machts, find ich gut", meinte etwa ein 87jähriger Pensionist. "Es ist wirklich schön, wenn wir nach den Gesprächen von den Leuten gefragt werden, wann wir wieder da sind. Da merken wir, dass wir wirklich gut ankommen", freut sich Sabine Walchhütter.
Rückfragehinweis für Medien:
- Edith Rudy
Mediensprecherin StR. Christian Oxonitsch
Telefon: 01 4000-81440
Mobil: 0676 8118 81440
E-Mail: edith.rudy@wien.gv.at
www.oxonitsch.at - Renate Kraft
Magistratsabteilung 13
Fachbereich Jugend
Telefon: 01 4000-84395
E-Mail: renate.kraft@wien.gv.at
Rathauskorrespondenz (Magistratsabteilung 53)
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