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Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 16.07.2010:
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Brauner und Jank präsentieren neue Förderung an KMU

Wiener Unternehmen der Dienstleistungsbranche profitieren von neuer Wettbewerbsförderung der Wirtschaftsagentur Wien


v.li.n.re.: Dr. Peter Mayerhofer, Wirtschaftskammer-Präsidentin KommRin Brigitte Jank, Vbgmin Mag.a Renate Brauner und Mag. Gerhard Hirczi

Rund 99 Prozent der Unternehmen in Wien sind Klein- und Mittelunternehmen. Der Anteil der DienstleisterInnen unter ihnen ist traditionell hoch. Die Stadt Wien startet daher eine neue Förderung speziell für KMU der Wiener Dienstleistungsbranche. Dafür werden von der Wirtschaftsagentur Wien zwei Millionen Euro vergeben. Die Höchstförderung liegt bei 50 Prozent und ist mit 100.000 Euro gedeckelt. Gefördert werden Beratungsleistungen, Personal- und Schulungskosten sowie aktivierbare Investitionen. Seit 1. Juli bis 30. September 2010 können interessierte Firmen bei der Wirtschaftsagentur Wien für eine Förderung einreichen.

"Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat der Wiener Wirtschaft. Sie schaffen den Großteil der Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt und sie sind sehr innovativ und zukunftsorientiert. Mit der neuen maßgeschneiderten Förderaktion unterstützen wir diese wichtige Zielgruppe speziell im Dienstleistungsbereich. Ziel ist es, das enorme Innovationspotenzial der Wiener KMU's noch besser wirtschaftlich zu nutzen. Denn das fördert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen selbst und stärkt den Wirtschaftsstandort", begründet Wiens Vizebürgermeisterin, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner die neue Förderung.

"Wiens Dienstleistungsbetriebe sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, deren Umfeld ständigen Änderungen unterworfen ist", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, "Die neue Förderung wird dazu beitragen, dass die Unternehmer weiterhin innovativ sind und mit neuen Ideen und Produkten punkten. Denn Innovationen sind der Schlüssel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und damit zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes."

"Mit mehr als 80 Prozent der städtischen Wirtschaftsleistung tragen DienstleisterInnen erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg Wiens bei", ergänzt Wirtschaftsagentur Wien Geschäftsführer Gerhard Hirczi. Rund 85 Prozent der Beschäftigten in Wien - das sind mehr als 790.000 Menschen - arbeiten nach Angaben von Hirczi im Dienstleistungssektor. Dieser erwirtschafte auch 83 Prozent des Wiener Bruttoregionalproduktes. Das entspreche einer Bruttowertschöpfung von 54,2 Milliarden Euro. Genug Gründe für die Wirtschaftsagentur Wien, ihr Förderportfolio zu erweitern und speziell die vielen DienstleisterInnen der Bundeshauptstadt bei konkreten Innovationsvorhaben mit dem neuen Förderwettbewerb zu unterstützen.

Neue Chancen durch Marktöffnung

Mit Mai kommenden Jahres fallen die letzten Übergangsbestimmungen, die den Markt zwischen Wien und Bratislava, Brünn und Sopron noch regulieren. Bislang konnten heimische Betriebe bereits ihre Dienstleistungen beispielsweise in der Slowakei anbieten. Umgekehrt wird dies erst nächstes Jahr möglich sein. Der Wettbewerb für Dienstleistungsunternehmen wird sich dadurch zwar erhöhen, gleichzeitig bedeutet diese Öffnung eine neue Chance für Wiener Dienstleistungsunternehmen. Denn durch neue Kooperationen und Synergieeffekte können gerade KMU´s profitieren.

Gemeinsam mit dem renommierten Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) hat die Wirtschaftsagentur Wien die Chancen und Risiken für Wiener Dienstleistungsbetriebe bewertet. Peter Mayerhofer vom Wirtschaftsforschungsinstitut: "Qualität und Innovation werden gerade in Wien mit seinen besonderen Standortbedingungen entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sein." Mit der neuen Förderung könnten die heimischen Betriebe die neuen Marktchancen weit aktiver nutzen.

Die neue Förderaktion soll daher auch dabei helfen, die heimischen KMU für die neue Wettbewerbssituation fit zu machen und richtet sich gezielt an die DienstleisterInnen der Bundeshauptstadt. Darunter versteht die Wirtschaftsagentur Wien Installationsbetriebe genauso wie ArchitektInnen, SoftwareentwicklerInnen, den Handel, GrafikerInnen, das Baugewerbe oder PR- und Werbeagenturen.

Finanzierung ermöglichen

Für Innovationsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft schwer, geeignete Finanzierungen seitens der privaten Finanzinstitutionen zu finden. All zu häufig macht es die Struktur der KMU für Banken schwer, die Risiken abzuschätzen. Zudem verfügen KMU auch nicht über die personellen und finanziellen Ressourcen von Großunternehmen. Wofür Großunternehmen ganze Abteilungen haben, haben KMU nur einzelne MitarbeiterInnen. Genau hier setzt die Förderung der Wirtschaftsagentur Wien an und unterstützt mit Fördergeldern u.a. für Beratungsleistungen und Investitionen. Diese städtischen Förderungen können dann auch dazu dienen, weitere Finanzierungen seitens der Banken zu erhalten.

Förderungen für Beratungen, Personal, Maschinen oder Infrastruktur

Gefördert werden Investitionen in Innovationsprojekte. Zu solchen Projekten können sowohl Beratungs- und Schulungsleistungen, als auch Personalkosten zählen oder aktivierbare Investitionen in Maschinen, bauliche Maßnahmen aber auch Patente und Lizenzen. Eine ExpertInnen- Jury wird im Herbst die eingereichten Projekte beurteilen. Als Bewertungskriterien gelten Realisierbarkeit, Innovationsgrad, Nachhaltigkeit, strategische Ausrichtung und Gleichstellungsaspekte.

Zusätzliche Boni

Zusätzliche Fördergelder erhalten Unternehmen für neu geschaffene Arbeitsplätze und für Gleichstellungsmaßnahmen in der Unternehmensführung. Für jeden im Rahmen des Projektes neu geschaffenen Arbeitsplatz werden 2.000 Euro Bonus gezahlt. Ist eine Frau zum Zeitpunkt der Projekteinreichung Mitglied der Geschäftsführung werden ebenfalls 2.000 Euro Bonus ausbezahlt.

An einer Förderung interessierte Wiener Klein- und Mittelunternehmen mit weniger als 250 MitarbeiterInnen können sich unter wirtschaftsagentur.at oder bei Frau Gabi Strobl, strobl@wirtschaftsagentur.at, Tel.: 01/4000-86774 über den neuen Förderwettbewerb informieren.

Webtipp: wirtschaftsagentur.at

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  • Georg Brockmeyer
    Wirtschaftsagentur Wien / Kommunikation
    Telefon: 01 4000-86736
    Mobil: 0664 433 72 74
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  • Martin Sattler
    Wirtschaftskammer Wien
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