Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 16.05.2008:
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Wohnbaustadtrat Ludwig präsentiert "neuen" Kauerhof

Utl.: Großes Fest zum erfolgreichen Abschluss der Generalsanierung

StR. Dr. Michael Ludwig präsentiert den neugestalteten Kauerhof, Foto: Pressefoto Votava - Klicken Sie auf das Bild und Sie erhalten das Foto in Druckqualität (353 kB) Wien (RK). Das ehemalige Problemhaus im 15. Wiener Gemeindebezirk wurde gefördert revitalisiert und präsentiert sich seit kurzem in neuem Glanz. Insgesamt beherbergt der Kauerhof nun 131 Wohnungen. Durch eine Blocksanierung wird zudem das gesamte Wohnquartier attraktiver gestaltet. Neue Grün- und Aufenthaltsbereiche sollen für eine Steigerung der Lebensqualität im Viertel sorgen. Heute, Freitag, wurde der Abschluss der Sanierung des Kauerhofs mit einem Konzert von Willi Resetarits + Stubnblues Allstars, einer Ausstellung über den Kauerhof sowie kulinarischen Schmankerln gefeiert. Im Rahmen des Fests präsentierten Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal, Walter Zwiauer, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der GPA-Privatstiftung, Mag. Michael Gehbauer, Geschäftsführer der WBV-GPA und DI Michaela Trojan, Geschäftsführerin des wohnfonds_wien, den "neuen" Kauerhof.****

Der Kauerhof hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Gründerzeithäuserblock (Baujahr: ca. 1900) war ein Spekulationsobjekt und wurde von den vorhergehenden Besitzern schwer vernachlässigt. Nicht nur die MieterInnen und WohnungseigentümerInnen litten unter dem zunehmenden Verfall des Hauses, sondern auch für die BewohnerInnen des Grätzels und für den gesamten Bezirk wurde der Kauerhof zu einem wachsenden Ärgernis. Die Stadt Wien und der Bezirk setzten jahrelange Bemühungen, um das Ensemble zu retten. Die BewohnerInnen des Kauerhofs wurden von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung betreut und begleitet und erhielten Unterstützung aus dem Rechtshilfefonds der Stadt Wien. 2002 erwarb die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte (WBV-GPA) den Kauerhof nach langwierigen Verhandlungen aus einer Konkursmasse. Mit großem Engagement wurde - in Zusammenarbeit mit dem wohnfonds_wien und dem Architektenbüro Brada+Klerings - ein Konzept für die Sanierung des Kauerhofs ausgearbeitet. 2005 erfolgte der Start der Sanierung.

"Die Revitalisierung des Kauerhofs ist für mich ein besonderer Anlass zur Freude. Sie ist nicht nur ein weiterer Meilenstein in der Sanierung erneuerungsbedürftiger Grätzel im Bereich des Westgürtels, sondern zeigt auch, wie konsequent und erfolgreich sich die Stadt Wien für die Rettung von Spekulationshäusern einsetzt. Mittlerweile ist es uns gelungen, ein weiteres Problemhaus im Gebiet des Westgürtels - den Wollner- Hof in Ottakring - einer Sanierung zuzuführen", betonte Michael Ludwig, Wohnbaustadtrat und Präsident des wohnfonds_wien. "Wien geht zudem konsequent den Weg der sanften Stadterneuerung, der international höchste Anerkennung genießt. Während in anderen Metropolen die Bewohnerinnen und Bewohner von Sanierungsgebieten in andere Viertel verdrängt werden, setzen wir alles daran, dass die Mieterinnen und Mieter weiter in ihren Häusern wohnen können. Nicht nur während der Dauer der Sanierungsarbeiten, sondern auch danach. Denn durch die Förderungen der Stadt Wien bleiben die Mieten auch nach einer Sanierung erschwinglich", so Ludwig weiter. Die umfangreichen Revitalisierungsarbeiten des Kauerhofs - eingebettet in das Gesamtkonzept einer Blocksanierung - wurden daher nicht nur sanft und bewohnerorientiert durchgeführt, sondern auch mit beträchtlichen Mitteln aus der Wohnbauförderung unterstützt. Ludwig: "Die Gesamtsanierungskosten inklusive der Maßnahmen für die Strukturverbesserung des Wohnquartiers betrugen rund 11,3 Millionen Euro, die Stadt Wien hat rund 5,6 Millionen Euro an Fördermitteln zugeschossen."

"Aus dem Spekulationsobjekt Kauerhof ist ein Vorzeigewohnbau geworden", zeigte sich Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal begeistert. "Die ausgesprochen gelungene Sanierung des Ensembles und die infrastrukturellen Verbesserungen im Wohnquartier werten den südlichen Teil des Grätzels beträchtlich auf. Dadurch werden Impulse für Nachfolgeprojekte und für eine weitere Verbesserung der Lebensqualität im Viertel und in ganz Rudolfsheim-Fünfhaus gesetzt."

Zwtl.: Sanierung vom "Scheitel bis zur Sohle"

Der Kauerhof wurde umfassend saniert. Das Sanierungs- Maßnahmenpaket umfasste die komplette Instandsetzung der allgemeinen Teile der Gebäude (u.a. der Dächer, der Steigleitungen, Stiegenhäuser, Keller, Eingänge, der Kanalanlage und Fassaden) und die Errichtung einer Fernwärmeheizung inklusive Warmwasseraufbereitung. Ein Großteil der 136 Wohnungen des Altbestands wurden saniert und von Kategorie D auf Kategorie A angehoben, 19 Wohneinheiten zusammengelegt und zwei Wohnungen in Lokale einbezogen. 42 Wohnungen standen leer, 41 MieterInnen bzw. EigentümerInnen nahmen eine Huckepack-Sanierung in Anspruch. Weiters wurden vier Lokale adaptiert. Durch einen Dachgeschossausbau entstanden 21 neue Wohnungen, die fast alle mit einer Terrasse ausgestattet sind. Insgesamt verfügt der Kauerhof nun über 131 Wohnungen in der Größe zwischen 35 und 118 m2 und fünf Lokale. Zehn neue Aufzugsanlagen erleichtern den Alltag der BewohnerInnen. Außerdem wurden vier Müllräume errichtet und fünf Wohnungen des Altbestands wurden zu vier Fahrradabstellräumen und zwei Waschküchen umgebaut.

Zwtl.: Attraktiveres Wohnquartier durch Blocksanierung

Zur Blocksanierung gehören liegenschaftsübergreifende Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, der Straßen und zur Schaffung von Grünräumen. Im Zuge der Sanierung des Kauerhofs wurde der Privatstraßenbereich (fußläufige Verbindung zwischen Ullmannstraße und Diefenbachgasse) neu gestaltet. Neben einer verbesserten Straßenbeleuchtung und Baumpflanzungen sorgen kleine Sitzbereiche für unterschiedliche Nutzergruppen für ein attraktiveres Wohnumfeld.

Alle Wohnungen im Kauerhof sind bereits vergeben. Informationen über ähnliche Sanierungsprojekte sind beim Wohnservice Wien erhältlich.

  • Wohnservice Wien
    2., Taborstraße 1-3
    Tel.: 524 03-100
    www.wohnservice-wien.at

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/

(Schluss) da

  • Rückfragehinweis:
    Christiane Daxböck,
    Tel.: 4000/81 869
    rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/

(RK vom 16.05.2008)

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