Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 09.05.2007:
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Großes Goldenes Ehrenzeichen für Hans Landesmann

Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien an Prof. Dr. Hans Landesmann durch StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Foto: media wien - Klicken Sie auf das Bild und Sie erhalten das Foto in Druckqualität (496 kB) Wien (RK). Professor Dr. Hans Landesmann erhielt heute, Mittwoch, im Wiener Rathaus das "Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien". Maestro Pierre Boulez, der derzeit anlässlich der Wiener Festwochen in Wien gastiert, hielt die Laudatio auf seinen Freund. Im Rahmen der Ehrung dirigierte er auch zwei eigene Kompositionen, die vom Österreichischen Ensemble für Neue Musik gespielt wurden. Zahlreiche Freunde aus Politik und Kultur gratulierten, darunter Bürgermeister a. D. Helmut Zilk, Burgtheater-Direktor Klaus Bachler, Schriftsteller Gert Jonke, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, die Generalsekretäre Christoph Lieben-Seutter und Thomas Angyan.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny hob besonders den Beitrag Hans Landesmann zum Wiener Musikleben hervor: "Hans Landesmann hat mit der Umwandlung des Theaters an der Wien in ein Opernhaus die größte Strukturreform im Wiener Musikleben mitgeplant. Daneben hat er noch Vorbereitungen für das Mozartjahr getroffen. Hans Landemann hat damit entscheidende Spuren in Wien hinterlassen".

Maestro Pierre Boulez verwies nicht nur auf die vielfältige Tätigkeit Hans Landesmann, sondern lobte auch "seinen Unternehmergeist, seine Kühnheit, seinen Mut und gleichzeitig seinen Realismus". Mit Hans Landesmann gäbe es nicht Anfang und Ende einer Freundschaft, sondern fortwährenden Wiederbeginn, so der Maestro über seinen Freund und Weggefährten.

"Für Künstler, insbesondere für Musiker, ist Wien eine Insel der Seligen. Das Publikum füllt die Säle und auch die Neue Musik hat Platz in Wien", so Hans Landesmann in seiner Dankesrede, in der er auch anregte, der Vermittlung Neuer Musik in der Schule einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Zwtl.: Biographie Hans Landesmann

Hans Landesmann, geboren am 1. März 1932 in Wien, erhielt Klavierunterricht an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. 1949 ging er nach Paris, um an der Sorbonne Chemie zu studieren, 1950 bis 1956 setzte er seine Studien an der Columbia University in New York fort und schloss sie mit den akademischen Graden des Chem. Ing. und des Dr. phil. in Chemie ab. Große Bedeutung für das Wiener Kulturleben erlangte Hans Landesmann als Generalsekretär der Wiener Konzerthausgesellschaft. In den sechs Jahren gelang es ihm, das Konzerthaus als fortschrittliches Unternehmen mit europäischem Ruf zu führen, Schwerpunktprogramme zu setzen und im Biennium viel beachtete Musikfeste innerhalb der Wiener Festwochen zu organisieren.

1984 bis 1988 war er künstlerischer Leiter des Jugendorchesters der europäischen Gemeinschaft. Da in diesem Orchester Jugendliche aus Österreich und den östlichen Nachbarstaaten nicht mitwirken durften, gründete er 1986 gemeinsam mit Claudio Abbado das Gustav-Mahler-Jugendorchester, das inzwischen zu einem der bedeutendsten Jugendorchester der Welt herangewachsen ist und seit 1990 unter der Schirmherrschaft des Europarates steht.

1989 wurde Landesmann in das Direktorium der Salzburger Festspiele berufen, von 1991 bis 2001 war er kaufmännischer Leiter und Konzertdirektor der Salzburger Festspiele. Mit dem Ende der Ära Mortier verließ er ebenfalls die Festspiele und war von 2001 bis 2004 im Team von Luc Bondy Musikdirektor der Wiener Festwochen. Hans Landesmann arbeitete am Konzept des Musikprogramms des Wiener Mozartjahres 2006 mit. Derzeit plant er ein Festival für zeitgenössische Musik, das ab 2009 in Salburg stattfinden soll ("Salzburg Biennale").

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/

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    Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
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(RK vom 09.05.2007)

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