Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 17.10.2006:
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Sonja Wehsely überreichte Amazone 2006

Utl.: Preise für Mädchenförderung gingen an Tischlerei und Bundesrechenzentrum

Verleihung 'Amazone 2006' mit StR. Mag.a Sonja Wehsely, Foto: Pressefoto Votava - Klicken Sie auf das Bild und Sie erhalten das Foto in Druckqualität (440 kB) Wien (RK). Bereits zum 11. Mal vergab der Verein "Sprungbrett für Mädchen" heuer die "Amazone" an Betriebe, die sich speziell um die Förderung von Mädchen in nicht-traditionellen Lehrberufen bemühen. Frauenstadträtin Sonja Wehsely hat am Dienstag die beiden Preise überreicht. Der Preis in der Kategorie "Großbetrieb" erging an das Bundesrechenzentrum. Den Preis in der Kategorie "Klein- und Mittelbetrieb" überreichte Wehsely an die Tischlerei Harry Grün aus dem 15. Wiener Gemeindebezirk.****

Insgesamt 21 Betriebe haben sich heuer um die Amazone beworben. Eine Jury, bestehend aus VertreterInnen von Wirtschaftskammer, Industriellen Vereinigung, AMS, Arbeiterkammer, Magistratsabteilung 57 und der Zeitung "Die Presse", wählte die beiden Siegerbetriebe aus. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Ausbildung von mindestens einem Mädchen in einem technisch- handwerklichen oder EDV-bezogenen Lehrberuf. Darüber hinaus werden auch besondere Leistungen, wie das Vorhandensein weiblicher Ansprechpersonen im Betrieb, bewertet.

Die Tischlerei Harry Grün hat bei der Jury vor allem durch ihre positive Haltung zu Mädchen- und Frauenförderung, durch die im Betrieb gelebte Gleichstellung und die vielen positiven Maßnahmen zur Förderung von Mädchen in handwerklichen Berufen gepunktet. Harry Grün lädt etwa alle Mädchen, die sich bei ihm bewerben, zum Vorstellungsgespräch. In seinem Betrieb hat außerdem noch nie ein Mädchen die Lehre abgebrochen.

Auch das Bundesrechenzentrum hat die Jury mit vielen positiven Maßnahmen zur Lehrmädchenförderung überzeugt. So nimmt das Bundesrechenzentrum ganz gezielt weibliche Lehrlinge im technischen Bereich auf. Auch am jährlichen Wiener Töchtertag nimmt das Bundesrechenzentrum teil. Weiblichen Lehrlingen wird monatlich ein unterstützendes Gespräch mit einer weiblichen Ansprechperson geboten. Positiv bewertet wurde außerdem, dass im Bundesrechenzentrum viele Frauen in Führungspositionen zu finden seien, die wiederum "role model"-Funktion für Mädchen hätten. Ebenso erfreulich: Im Bundesrechenzentrum gibt es einen hohen Anteil von Frauen in technischen Berufen und vergleichsweise viele Väter in Karenz.

"Wir brauchen selbstbewusste Mädchen, die sich nicht von überalteten und einengenden Rollenvorgaben einschränken lassen, und wir brauchen Unternehmen, die Mädchen die Chance geben, neue, zukunftsorientierte Wege einzuschlagen", so Frauenstadträtin Sonja Wehsely. Mädchenförderung sei ein sehr wichtiger Aspekt der Frauen- und Gesellschaftspolitik. Dass nunmehr auch immer mehr Unternehmen das große und uneingeschränkte Potenzial von Mädchen erkennen, sei eine äußerst positive Entwicklung, "die ich auch politisch voll unterstütze". Wehselys Botschaft an alle Mädchen: "Ihr könnt alles werden, was ihr wollt. Jobs nur für Burschen gibt es nicht. Schnappt euch die gut bezahlten Jobs mit Zukunft."

Die Stadträtin dankte dem Verein "Sprungbrett für Mädchen", der seit 19 Jahren in der Mädchenberatung und Mädchenförderung aktiv ist und der die "Amazone" ins Leben gerufen hat: "Dieser Preis regt Wiener Betriebe dazu an, sich gezielt mit der Lehrausbildung von Mädchen auseinander zu setzen".

Die Amazone wurde 1996 zum ersten Mal vergeben. Die Amazone ist eine von zwei Künstlerinnen gestaltete Skulptur, die jährlich ihre Farbe wechselt. Heuer ist sie senfgelb. Im Vorjahr wurden das bei der Magistratsabteilung 2 angesiedelte Lehrlingsmanagement der Stadt Wien und die Firma Grosse & GPS Industrie- und Marinemotoren ausgezeichnet.

  • Infos unter www.sprungbrett.or.at/

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/

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(RK vom 17.10.2006)

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