Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 07.12.2004:
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Dr. Karl-Renner-Preise vergeben

GR Ernst Woller mit den Preisträgerinnen Dr. Ursula Seeber, Mag. Syvia Leodolter für den Verein Fibel, Mag. Gamze Ongan und Güggün Stoiber für den Verein Peregrina, Foto: media wien - Klicken Sie auf das Bild und Sie erhalten das Foto in Druckqualität (423 kB) Wien (RK). GR Ernst Woller, Vorsitzender des Kulturausschusses, überreichte heute, Dienstag, im Wiener Rathaus in Vertretung des erkrankten Kulturstadtrates Andreas Mailath- Pokorny die Preise aus der Dr. Karl-Renner-Stiftung. Die Preisträger für das Jahr 2004 sind der Verein FIBEL, der Verein Peregrina und Dr. Ursula Seeber, Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek. Die Preise sind mit insgesamt 45.000 Euro dotiert und werden alle drei Jahre von einer Jury vergeben.****

Die heurigen Renner-Preise seien eine Anerkennung für das Engagement von Vereinen, die sich mit Emigration und Integration auseinandersetzen, so Ernst Woller in seiner Begrüßung. Besonders hervorzuheben sei auch die Tatsache, dass gerade in diesem sensiblen Bereich Frauen an vorderster Stelle stehen und gute Arbeit leisten, betonte Woller. Des weiteren hob er die integrationsfördernden Maßnahmen der Stadt Wien hervor, etwa das Angebot von Sprachkursen, mehrsprachige Beratungsstellen oder Integrationswohnprojekte. "Die Einrichtung einer eigenen Magistratsabteilung für Integrations- und Diversitätsangelegenheiten ist ein weiterer wichtiger Schritt, um das Thema Integration vom Rand ins Zentrum zu holen", so Ernst Woller.

Zwtl.: Die PreisträgerIn

Der Verein Fibel (Fraueninitiative Bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften) wurde 1994 ins Leben gerufen. Zur Zeit ist jede vierte Ehe, die geschlossen wird, eine binationale. Der Verein steht bikulturellen Ehen und Partnerschaften zur Seite und bietet Information und Beratung bei Partnerschaftskonflikten, rechtlichen Problemen, wie Aufenthalt, Asyl, Arbeitserlaubnis oder Familienrecht, sowie in anderen sozialen und kulturellen Fragen. Zum vielfältigen Aufgabengebiet zählt des weiteren die Durchführung von Workshops, Seminaren und Konferenzen, die Betreuung einer Hotline sowie Betreuung von Seminar- und Diplomarbeiten.

Der Verein Peregrina ist ein Beratungs-, Therapie- und Bildungszentrum für Immigrantinnen. Ziel ist es, Migrantinnen, aber auch ihre Familien, bei der Bewältigung der Lebenssituation in Österreich zu unterstützen durch Rechts- und Sozialberatung, Psychologische Beratung und Therapie. Durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Migration, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus/Antirassismus sollen "die Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft" informiert und sensibilisiert werden. Der Verein feierte heuer sein 20-jähriges Bestehen.

Dr. Ursula Seeber leitet seit der Gründung im Jahr 1993 die Österreichische Exilbibliothek im Literaturhaus. Die Exilbibliothek ist als Archiv und Forschungseinrichtung ein Ort der Erinnerung: Die Bestände sind mittlerweile auf 7000 Titel gewachsen, u. a. Bücher, Sammlungen, Fotos, Tonbänder und Videos; auch durch Ausstellungen soll die Erinnerung an ein wichtiges Kapitel der österreichischen Geschichte erhalten werden.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/

(Schluss) rar

(RK vom 07.12.2004)

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