Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 04.12.2002:
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Preise aus der Dr.-Karl-Renner-Stiftung

Utl.: Willi Resetarits erhält Auszeichnung für sein Integrationshaus

Wien (RK). Die Preisträger der Dr. Karl-Renner-Preise 2001 sind Ute Bock, Willi Resetarits, "one world foundation" , "Orpheus Trust" und der Verein für Zivilcourage und Antirassismus- Arbeit "ZARA" und somit Persönlichkeiten und Vereinigungen, die sich vor allem im Bereich der Integration, wie auch der Bildungsarbeit und der Beschäftigung mit dem Themenbereich Kunst und Emigration große Verdienste erworben haben. Bei einer Gesamtdotation der Preise mit 43.600 Euro erhält jeder der Preisträger 8720 Euro.****

Wilhelm Resetarits, populär als "Ostbahn Kurti", erhält den Renner-Preis für seine Tätigkeit als Vorstand des Vereins Integrationshaus, einem Übergangswohnheim, in dem Menschen beherbergt werden, die vor Krieg, Menschenrechtsverletzungen nach Österreich geflüchtet sind.

Ute Bock leitet das Gesellenheim Zohmanngasse, in dem jugendliche Asylanten, vorzugsweise aus Schwarzafrika betreut werden. Weiteres gründete sie einen Verein zur losen Betreuung von Asylwerbern in dafür angemieteten Kleinwohnungen.

"One world foundation" fördert Bildungsprogramme in Entwicklungsländern, insbesondere für Frauen, um den Analphabetismus in diesen Regionen zu bekämpfen.

Der Verein "Orpheus Trust" befasst sich mit der Erforschung und Veröffentlichung vertriebener und vergessener Kunst, wobei das Hauptgewicht auf der Dokumentation und Erforschung des Lebens und Werkes vertriebener Musikschaffender liegt.

"ZARA", Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, hat sich mit einem Team sozial und juristisch geschulter BeraterInnen auf die Information und Intervention bei rassistischen Diskriminierungen spezialisiert.

Die Renner-Stiftung wurde 1951 anlässlich des 8o. Geburtstages von Dr. Karl Renner ins Leben gerufen, die Preise werden an Personen und Personengruppen vergeben, die sich Verdienste um Wien und Österreich in kulturellen, sozialen sowie wirtschaftlichen Belangen erworben haben und damit auf nationaler und internationaler Ebene anerkannt sind. Seit 1971 werden die Preise im Drei-Jahres-Rhythmus vergeben, die Zuerkennung erfolgt durch den Bürgermeister der Stadt Wien aufgrund eines Antrages des Kuratoriums der Stiftung. (Schluss) gab

(RK vom 04.12.2002)

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