Erste Hilfe - Brustschmerzen
Brustschmerzen sind zumeist Ausdruck von Störungen im Bereich des Bewegungsapparates, zu welchem die Wirbelsäule, verschiedene Muskelfasern sowie zahlreiche Nervenbahnen zählen. Dies äußert sich typischerweise in atem- und bewegungsabhängigen Schmerzen an bestimmten Stellen des Brustkorbs, welcher dort zumeist auch empfindlich ist im Hinblick auf Berührung oder Fingerdruck.
Leider sind aber auch ernsthafte Störungen nicht selten: Die häufigste mit Brustschmerzen einhergehende lebensbedrohliche Erkrankung ist der Herzinfarkt.
Herzinfarkt
Ursache für einen Herzinfarkt ist die plötzliche Minderversorgung eines mehr oder weniger großen Herzmuskelbezirks, welche durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes bedingt ist. Die fehlende Blut- und damit Sauerstoffversorgung von Herzmuskelgewebe führt innerhalb kurzer Zeit zur Schädigung bis zum Absterben dieser Zellen ("Infarkt").
Zeitkritisch ist dieses Krankheitsbild deshalb, weil
- die Erhaltung des betroffenen Herzmuskelgewebes nur begrenzte Zeit möglich ist.
- jede Sekunde eine tödliche Herzrhythmusstörung auftreten kann ("Sekundenherztod"), welche nur durch den lebensrettenden Stromstoß eines Defibrillators behoben werden kann.
Ziel jeglicher Behandlung eines Herzinfarktes ist die
- Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes (medikamentös oder mechanisch mittels Herzkatheter) zur Erhaltung von möglichst viel Herzmuskel, idealerweise innerhalb der ersten zwei bis drei Stunden.
- Verhinderung des plötzlichen Herztodes.
Erkennen eines Herzinfarktes
Typische Zeichen eines Herzinfarktes sind:
- Heftiger Druck, Ziehen oder Brennen hinter dem Brustbein
- Mögliche Ausstrahlung in Arme, Kiefer, Rücken oder auch Oberbauch
- Begleitend, als Reaktion des vegetativen Nervensystems: Übelkeit, Schweißausbruch, Todesangst
Sofortmaßnahmen
- Allgemeine Maßnahmen der Ersten Hilfe
- Rettung rufen: 144
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