Coming-out - ein erster Schritt nach aussen

Das Coming-out ("Herauskommen") ist die Lebensphase, in der man sich selbst klar darüber wird, schwul bzw. lesbisch zu sein und seinem/ihrem Umfeld davon erzählt. Die Dauer des Coming-outs ist individuell verschieden, bei manchen ist es ein jahrelanger Prozess, andere könen schon nach wenigen Wochen bedingungslos "Ja!" zu sich und ihrer Homosexualität sagen. Im Gegensatz zum Outing ist das Coming-out selbstbestimmt. Für die meisten ist das nicht ganz einfach, sondern mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden. Auch das Alter, in dem man sich über die eigenen homosexuellen Gefühle klar wird, ist bei jedem/jeder anders. Vielen wird es im Zuge der Pubertät klar, andere wissen es schon früher und wieder andere erst im Erwachsenenalter. Gar nicht so selten sind Familienväter/-mütter, die erst in späteren Jahren erkennen, dass sie (eigentlich doch) schwul/lesbisch oder bisexuell sind. Für das Coming-out ist es nie zu spät! Viele Lesben und Schwule im Coming-out fühlen sich alleine und glauben, dass es etwas ganz Schreckliches ist, lesbisch bzw. schwul zu sein. Sie wissen noch nicht, wie sie andere Lesben und Schwule kennen lernen können, mit wem sie über ihre noch neuen Gefühle sprechen können. Vielleicht stellen sich auch Fragen wie "Werde ich so wie ich bin glücklich sein?" oder "Wie sag ich's meinen Eltern?" .

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Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen
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