Umstrukturierung der Wiener Berufsfeuerwehr
Die Aus- und Fortbildungseinrichtungen der Berufsfeuerwehr Wien (MA 68) werden an einen gemeinsamen Standort verlegt. Zusätzlich werden Wachstandorte saniert und neu errichtet.

Einsatz von Feuerwehrleuten bei einem Verkehrsunfall
Bis 2015 soll die Aus- und Fortbildung der Berufsfeuerwehr am Standort der Hauptfeuerwache Floridsdorf zusammengeführt werden. Darüber hinaus wurde ein Zehn-Jahres-Plan für die Sanierung und Neuerrichtung von Wachestandorten erstellt. Er soll in den kommenden Jahren nach und nach umgesetzt werden. Die Reform kommt allen Wienerinnen und Wienern zugute.
Branddirektor Dipl. Ing. Dr. Gerald Hillinger:
Eine professionelle Ausbildung ist auch in der Zukunft gesichert und eine moderne Infrastruktur stellt sicher, dass jeder Punkt in der Stadt bei Alarmierung innerhalb von sieben bis acht Minuten erreicht wird.
Um die Kosten für die neue Schule zu begrenzen, wird die noch aus den 1920er-Jahren stammende Anordnung von Wachen in Wien nach modernen Gesichtspunkten umgestaltet. Die frei werdenden Personalressourcen ermöglichen den Lehrbetrieb in der neuen Feuerwehrschule Floridsdorf. Konkret ist geplant, die Besatzungen der Gruppenwachen Kahlenbergerdorf, Brigittenau und Neubau am Standort Floridsdorf zusammenzuziehen.
Die Pläne der Wiener Berufsfeuerwehr sind ein Beispiel für kostenbewusste Reformen in der Wirtschaftskrise: Durch strukturelle Veränderungen wird die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr erhöht und verbessert. Die Stadt Wien unterstützt durch Investitionen, wo sie für den Standort Wien Sinn ergeben.
Feuerwehrschule Floridsdorf
Die Berufsfeuerwehr Wien ist im mitteleuropäischen und nordamerikanischen Raum eine der letzten Feuerwehren dieser Größe, die die gesamte Ausbildung während der Einsatzbereitschaft durchführt. Für die Umsetzung wurde die Variante einer Adaption der Hauptfeuerwache Floridsdorf als kostengünstigste und effizienteste Möglichkeit gewählt. Bereits jetzt befinden sich einige Ausbildungsstätten wie das Brandübungshaus am Gelände. Ausreichend Raum für die Schule entsteht durch die Auflassung der bisherigen KFZ-Werkstätte. Die dadurch frei werdenden Räumlichkeiten werden umgebaut und erweitert. Ein teurer Ankauf eines Grundstücks und die Errichtung eines neuen Gebäudes werden dadurch vermieden.
Das in der Ausbildung tätige Personal - die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler - bleibt grundsätzlich im Einsatzdienst. Sie werden für die geblockten Lehrveranstaltungen an der Schule zeitweise vom Einsatzdienst abgezogen. Dieses duale Ausbildungssystem ("training-on-the-job") mit Vertiefungseinheiten ist internationaler Standard.
Für die Theorieausbildung ist ein Schulgebäude mit 13 Lehrsälen sowie einem größeren Vortragssaal geplant. Darüber hinaus wird die bestehende Ausbildungsinfrastruktur in Floridsdorf für den kompletten Übungsbetrieb einer Schule erweitert.
Insgesamt ist die neue Feuerwehrschule für eine Kapazität von 600 Auszubildenden pro Jahr ausgelegt.
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wien.at-Redaktion
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