Richtig handeln bei Gewalt an Kindern

Wer glaubt, dass ein Kind in seiner Umgebung Opfer von (sexueller) Gewalt oder Vernachlässigung ist, sollte Ruhe bewahren und besonnen vorgehen.

Man sollte ein paar Grundregeln beachten, wenn es darum geht, Kinder zu schützen:

  1. Vermeiden Sie überstürzte Reaktionen, auch wenn Sie glauben, Gewissheit über (sexuelle) Gewalt gegen ein bestimmtes Kind zu haben. Wer voreilig reagiert, läuft Gefahr, die Täterinnen oder den Täter zu warnen, ohne das Kind wirklich schützen zu können.
  2. Bedenken Sie eine polizeiliche Anzeige sorgfältig. Die Polizei kann bei fehlenden oder unzureichenden Beweisen die (mutmaßlichen) Täterinnen oder Täter nicht wirksam an weiteren Kontakten mit dem Opfer hindern. Auf eine Anzeige und ein gerichtliches Verfahren muss das Opfer gut vorbereitet werden, denn Entscheidendes hängt von seiner Aussage ab.
  3. Suchen Sie professionelle Hilfe, um dem Opfer zu helfen und effektiv gegen die Täterinnen oder Täter vorzugehen. Die Regionalstellen der MAG ELF - Soziale Arbeit mit Familien sind darauf vorbereitet.

Wenn Sie den Sozialarbeiterinnen oder Sozialarbeitern der MAG ELF einen Verdacht über ein von Gewalt oder Vernachlässigung gefährdetes Kind melden wollen, sind folgende Fragen zu überlegen:

  • Waren Sie Augenzeuge?
  • Wie und von wem haben Sie von der Misshandlung/der Vernachlässigung erfahren?
  • Wer könnte das noch gesehen oder gehört haben - oder bestätigen?
  • Haben Sie oder andere bereits etwas unternommen?
  • Wenn Sie anonym bleiben wollen - welche Befürchtungen gibt es?

Je genauer Sie die Sozialarbeiterinnen oder Sozialarbeiter über Ihren Verdacht beziehungsweise Ihre Beobachtungen informieren, um so besser können diese die Gefährdung abklären.

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MAG ELF - Servicestelle (Magistratsabteilung 11)
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