November 2012 - Interkultureller Kalender

Die Liste zeigt wichtige Feiertage der größten religiösen und ethnischen Gruppen in Wien im November.

Christentum

1. November: Allerheiligen
Der Gedenktag an alle Heiligen entstand durch die Umwandlung des römischen Pantheons in eine christliche Kirche und durch die Festlegung eines Tages zur Verehrung aller Heiligen.
2. November: Allerseelen
Allerseelen steht in enger Verbindung zu Allerheiligen. Nach den Heiligen gedenkt man der armen Seelen im Fegefeuer, in ihrer Reinigungs- und Läuterungszeit, ehe sie in das Paradies kommen. Traditionell werden die Gräber der Verstorbenen besucht.
11. November: St. Martin
Tag des Heiligen Martin von Tours (4. Jahrhundert), einem römischen Reitersoldat, der nach der Legende seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Bräuche: Laternenumzüge von Kindern, Essen einer Martinigans
15. November: St. Leopold
Der "Leopolditag" erinnert an den Markgraf Leopold III. von Österreich, den Gründer des österreichischen Landesfürstentums sowie der Stifte Klosterneuburg, Heiligenkreuz und Klein-Mariazell. Mit dem Fest des heiligen Leopold, dem Schutzheiligen der Länder Niederösterreich, Oberösterreich und zum Teil auch Wiens, ist der Brauch des Fasselrutschens in Klosterneuburg verbunden. Dies ist ein alter Brauch, der auf die Ablieferung des Zehentweines zurück gehen soll.
21. November: Buß- und Bettag
Ein evangelischer Feiertag der Besinnung und des Gebets zur Vergebung der Sünden
25. November: Totensonntag
Der Totensonntag ist im Grunde die evangelische Variante zu Allerheiligen und Allerseelen, ein Gedenktag, an dem die Gläubigen Friedhöfe besuchen und die Gräber ihrer Toten schmücken.

Hinduismus

13. November: Diwali
Das "Fest des Lichtes" ist das am weitesten verbreitete Hindufest. Aus Ton gefertigte Öllampen (Diwa) sind das wichtigste Symbol. Auch bei Diwali handelt es sich um ein Fest, in dessen Geschichte das Gute über das Böse siegt. Dabei erbitten die Gläubigen von Lakschmi, der Göttin des Wohlergehens, Gutes für ihr Leben.

Islam

15. November: Islamisches Neujahr
An diesem Tag beginnt nach islamischer Zeitrechnung das Jahr 1434 nach der Hidschra, der Flucht des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina.
15. bis 27. November: Muharrem/Matem Fasten (Alevitentum)
Im Monat Muharrem fasten die Alevitinnen und Aleviten zwölf Tage lang. Dies steht in Zusammenhang mit den zwölf Imamen, die - gemäß schiitischer sowie alevitischer Ansicht – alle, bis auf den Imam Mahdi, ermordet wurden. Am 10. Tag wird die Aschurasuppe gekocht, die aus zwölf Zutaten besteht. Jede einzelne symbolisiert einen Imam.
24./27. November: Aschura
Schiitische Musliminnen und Muslime gedenken des Martyriums des 3. Imams, Hussein, der in der Schlacht von Kerbala (Irak) sein Leben im Kampf um die Nachfolge Mohammeds gegen seinen Rivalen Muawiyya verlor. Das Aschurafest wird auch von Aleviten (Asure am 27.11.) begangen. Bei den Sunniten gedenkt man des Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten.

Sikhismus

28. November: Geburtstag von Guru Nanak
Während 48 Stunden wird das ganze heilige Buch, der Guru Granth Sahib, gelesen. Nach Gesängen und einer kurzen Ansprache zur Bedeutung des Fests erhalten alle Anwesenden gratis vegetarisches Essen aus der Langa, der öffentliche Küche der Sikhs.
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