Dezember 2012 - Interkultureller Kalender

Die Liste zeigt wichtige Feiertage der größten religiösen und ethnischen Gruppen in Wien im Dezember.

Traditioneller Feiertag

31. Dezember: Silvester
In der Nacht vor Neujahr wird oft laut und ausgelassen gefeiert.

Buddhismus

8. Dezember: Bodhi-Tag
An diesem Tag begehen die Mahayana-Buddhistinnen und -Buddhisten die Erleuchtung (Erwachung) ihres Stifters, den Tag, als Siddharta Gautama in den frühen Morgenstunden des 8. Dezember 525 vor Christus zum Buddha, zum Erleuchteten, wurde.

Christentum

2. Dezember: 1. Adventsonntag
An diesem Tag beginnt die Vorweihnachtszeit, der Advent. Das Evangelium dieses Tages ist gleich wie am Palmsonntag: Jesus Einzug in Jerusalem.
6. Dezember: Nikolaustag
Der Feiertag geht auf Bischof Nikolaus von Myra zurück, der im 4. Jahrhundert an der Südküste der heutigen Türkei lebte und von dem eine Fülle von Legenden überliefert ist, in denen er sich besonders um Alte und Kinder kümmert. Bräuche: Auftreten des Bischofs Nikolaus, der die braven Kinder mit Süßigkeiten belohnt; Süßigkeiten werden in vor die Tür gestellte Schuhe gelegt.
8. Dezember: Maria Empfängnis
Ein Feiertag gemäß der katholischen Lehre, dass Maria frei von der Erbsünde empfangen und geboren wurde, um das Jesukind sündenfrei auszutragen.
9. Dezember: 2. Adventsonntag
Die Lesung des Tages erinnert an die Wiederkunft Jesu.
16. Dezember: 3. Adventsonntag
Die Lesung bezieht sich auf die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer.
23. Dezember: 4. Adventsonntag
Die Lesung bezieht sich auf die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.
24. Dezember: Heiliger Abend
Mit einer nächtlichen Messe wird der Beginn der Weihnacht, der Nacht der Geburt Jesu gefeiert. Bräuche (unter anderem): Geschenke zur Erinnerung an das Geschenk des Gotteskindes (Christkind) an die Menschen; Grußkarten, Schmücken der Straßen und Räume, Christbaum, Aufbau von Krippen und Krippenspiele, Weihnachtsmann.
25. Dezember: Christtag
Am ersten Weihnachtsfeiertag steht die Geburt Jesu im Mittelpunkt geistlicher und volkstümlicher Lieder, Spiele und Bräuche, die in Kirchen und im Kreise der Familie begangen werden.
26. Dezember: Stephanitag
Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird des ersten Märtyrers der Christenheit, des Heiligen Stephan, gedacht, der wegen seiner Predigten verleumdet und gesteinigt wurde. Nach der Überlieferung gehörte Stephan zu den Diakonen, die von den Aposteln durch Handauflegen geweiht worden waren, um die Jünger Jesu dann in ihrer Arbeit zu entlasten.

Judentum

8. bis 16. Dezember: Chanukka
Das achttägige Lichterfest erinnert an die Weihe des Tempels nach dem erfolgreichen Aufstand des Judas Makkabäus gegen Antiochus IV., der den Tempel entweiht hatte, da er Schweine durch den Tempelbezirk treiben ließ. Der Überlieferung nach bedurfte es reinen (koscheren) Öles zur Tempelweihe, doch es fand sich nur eine kleine Portion, die allerdings auf wundersame Weise für acht Tage ausreichte. Deshalb wird an jedem Tag des Chanukkafestes an einem achtflammigen Leuchter eine weitere Kerze entzündet. Weiters werden gesellige Familienfeiern abgehalten und Geschenke verteilt. Speziell von Frauen wird eine Arbeitsruhe eingehalten.
(Alle jüdischen Feiertage beginnen bei Sonnenuntergang des Vorabends.)
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Goran Novakovic (Magistratsabteilung 17)
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