April 2012 - Interkultureller Kalender

Die Liste zeigt wichtige Feiertage der größten religiösen und ethnischen Gruppen in Wien im April.

Traditioneller Feiertag

23. April: Türkisches Kinderfest
Von Mustafa Kemal Atatürk gestiftetes Fest zu Ehren der Kinder

Christentum

1. April: Palmsonntag
Der erste Tag der Karwoche erinnert an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem. Palmwedel (die die Menschen damals zur Begrüßung schwangen) beziehungsweise Weidenkätzchen werden nach der Weihe in der Kirche verteilt und dienen später in den Häusern als Schmuck.
5. April: Gründonnerstag
Die Christinnen und Christen erinnern sich an die Einsetzung des Abendmahles (Eucharistie) und an die Fußwaschung. Die Handlung der Fußwaschung wird als Zeichen der Demut in vielen Kirchen symbolisch an gesellschaftlich Benachteiligten vorgenommen.
6. April: Karfreitag
Der Karfreitag steht im Gedenken an die Kreuzigung Jesu, der höchsten Selbstopferung zur Erlösung der Menschen.
7. April: Karsamstag
Dieser Tag der Stille wird mit einem Gottesdienst ohne Glocken und Orgel begangen.
8. April: Ostersonntag
Höchster christlicher Feiertag. Tag der Auferstehung Jesu und des Sieges des Lebens über den Tod. Bräuche: Auferstehungs-Gottesdienst in der Nacht von Samstag auf Sonntag, Osterfeuer, Weihe und Entzünden der Osterkerze, Osterhase, Ostereier, Osterstrauch und so weiter.
9. April: Ostermontag
Zweiter Osterfeiertag, der an den Gang zweier Jünger Christi von Jerusalem nach Emmaus erinnert, wo ihnen der auferstandene Jesus begegnete, den sie jedoch nicht erkannten. Dazu gibt es den Brauch des Emmausganges von der Pfarrkirche zu einer Kapelle.
13. April: Orthodoxer Karfreitag
15. April: Orthodoxes Osterfest
Es gibt den Brauch, ein rotes Ei zum Zeichen von Glück und Wohlergehen über die Wange zu streichen.

Hinduismus

1. April: Rama Navami
Geburtstag des Gottes Rama. Der im Ramayana-Epos beschriebene Prinz Rama wird als der personifizierte ideale Mensch und als Wiedergeburt des Gottes Vishnu verehrt.

Judentum

7. bis 14. April: Pessach
Das "Fest der ungesäuerten Brote" ist dem Gedenken an den Auszug aus der Sklaverei in Ägypten geweiht. Bei einer feierlichen Mahlzeit wird die Erinnerung an die Verschonung (pessach) begangen, bei der der Würgeengel alle Erstgeborenen tötete, außer jener Familien, die ihre Haustore mit Blut gekennzeichnet hatten.
(Alle jüdischen Feiertage beginnen bei Sonnenuntergang des Vorabends.)
19. April: Tag der Schoa
Am Jom ha-Schoa gedenkt man mit dem Entzünden von Gedenkkerzen und mit Gottesdiensten der jüdischen Opfer des Holocaust (Schoa). (Alle jüdischen Feiertage beginnen bei Sonnenuntergang des Vorabends.)

Sikhismus und Hinduismus

14. April: Vaisakhi
Für Sikhs ist Vaisakhi das wichtigste Jahresfest. Es gilt als Geburtstag der Khalsa-Gemeinschaft. An Vaisakhi 1699 begründete der zehnte Guru Gobind Singh die verbindliche Gemeinschaft der Sikh. An Vaisakhi tragen die Leute neue Kleider und machen sich gegenseitig Geschenke. Zu jedem Tempel gehört als Kennzeichen ein Nischan Sahib, ein Mast mit dem Signet der Sikh, dem Khanda. Er erhält bei dieser Gelegenheit einen neuen Überzug, ein Kleid aus orangem Tuch.
Im Hinduismus ist Vaisakhi ein Erntedankfest.
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Goran Novakovic (Magistratsabteilung 17)
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