Chancengleichheit für Frauen und Männer

Gleichstellung ist keine Frauenfrage, sondern eine Frage der Menschenrechte.

Traditionelles Rollenverhalten der Geschlechter wirkt auch im Arbeitsalltag. Es benachteiligt Frauen und Männer. Männliche Bedienstete zeigen sich meist karrierebewusster. Sie achten auf entsprechende Entlohnung und auf Ansehen im Beruf. Frauen leisten oft Außerordentliches und machen auch Arbeiten, die mit ihrem konkreten Arbeitsbereich nichts zu tun haben. Sie "verkaufen" sich jedoch schlecht. Woran es Frauen manchmal mangelt, ist nicht die fachliche Qualifikation, sondern das nötige Selbstvertrauen.

Anerzogene Verhaltensmuster

Im Unterschied zu Buben werden Mädchen meist nicht dazu erzogen, stolz auf ihre Leistungen zu sein. Auffallend viele Frauen neigen dazu, ihre Leistungen herunterzuspielen. Mädchen lernen eher Rücksicht zu nehmen, als sich durchzusetzen. Sie werden zur Bescheidenheit angehalten und dazu, sich für andere "aufzuopfern", nicht aber dazu, konsequent ihre Interessen zu vertreten. Deshalb tun sich manche Frauen Zeit ihres Lebens schwer damit. Das lässt sich umlernen.

Genau jenes Rollenverhalten, das Frauen die Kinderbetreuung zuweist, benachteiligt zudem auch Männer. Männer, die das Aufwachsen ihrer Kinder intensiv miterleben wollen und Karenz beantragen, werden oft als unmännlich bezeichnet. Das Wiener Gleichbehandlungsgesetz bietet dagegen eine wichtige Hilfestellung.

Die Arbeit der Gleichbehandlungsbeauftragten und der Kontaktfrauen ist in diesem Zusammenhang von großer Wichtigkeit. Durch Eingehen auf individuelle Fragen im Gespräch leisten sie einen unerlässlichen Beitrag zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für das Thema Chancengleichheit und Frauenförderung.

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