Temporäre Pflanzeninstallation "ZU SPÄT"
Eine Pflanzeninstallation erinnert an die Verfolgung und Ermordung homosexueller und transgender Personen während des Nationalsozialismus.
Die künstlerische Intervention "ZU SPÄT" von Carola Dertnig wurde auf Einladung von KÖR initiiert. Die bildende Künstlerin lässt auf dem 1., Morzinplatz, dem Ort vor der ehemaligen Gestapo-Leitstelle, den Schriftzug "ZU SPÄT" wachsen.
Mit der Pflanzeninstallation sollen die Versäumnisse der zeitgerechten Anerkennung homosexueller und transgender Opfer in Österreich thematisiert werden. Die temporäre Installation wird über einen Zeitraum von 16 Monaten bis zum 31. Oktober 2012 zu sehen sein.
Der 20 Meter lange Schriftzug wird aus widerstandsfähigen Pflanzen geschaffen und mit Metallbändern eingefasst. Ein Holzsteg führt die Besucherinnen und Besucher zur unmittelbaren Betrachtung. So soll eine bewusste Auseinandersetzung mit der künstlerischen Intervention und der Thematik des Ortes ermöglicht werden.
Kunst im öffentlichen Raum
Der Morzinplatz ist seit letztem Jahr ein Ort für zeitgenössische Kunst. Temporäre Kunstwerke am Standort der ehemaligen Gestapo-Leitstelle sollen der Verfolgung und Ermordung sexueller Minderheiten im Nationalsozialismus gedenken - Opfer, die im Zusammenhang mit den NS-Verbrechen häufig vergessen werden. KÖR sieht die Aufgabe darin, durch die Bespielung des Ortes mit temporären Kunstwerken die Geschichte des Morzinplatzes im kollektiven Bewusstsein zu verankern.
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wien.at-Redaktion
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