Maßnahmen nach dem Denkmalschutzgesetz

In folgenden Angelegenheiten des Denkmalschutzes hat das Magistratische Bezirksamt für den 1. und 8. Bezirk als Bezirksverwaltungsbehörde in Wien behördliche Aufgaben wahrzunehmen:

Umgebungsschutz (§ 7 Denkmalschutzgesetz)
Zur Vermeidung der Gefährdung und Beeinträchtigung des Bestandes oder Erscheinungsbildes von unbeweglichen Denkmalen durch Veränderung in ihrer Umgebung (zum Beispiel durch Anbringung von Reklameschildern, Schaukästen, Aufschriften und dergleichen) hat die Bezirksverwaltungsbehörde auf Antrag des Bundesdenkmalamtes oder bei Gefahr im Verzug von Amts wegen Verbote zu erlassen.
Sicherungsmaßnahmen (§ 31 Denkmalschutzgesetz)
Besteht Gefahr, dass Denkmale zerstört, verändert oder veräußert werden, so hat die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde auf Antrag des Bundesdenkmalamtes oder - bei Gefahr im Verzug - von Amts wegen die jeweils geeigneten Maßnahmen, Verfügungen und Verbote zur Abwendung dieser Gefahr zu treffen. Besteht Gefahr, dass Gegenstände, die den Beschränkungen der Ausfuhr unterliegen, widerrechtlich ausgeführt werden, so hat die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde über Antrag des Bundesdenkmalamtes Sicherungsmaßnahmen anzuordnen.
Verfügung der Wiederherstellung und Rückholung (§ 36 Denkmalschutzgesetz)
Auf Antrag des Bundesdenkmalamtes kann die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde verfügen, dass im Falle einer widerrechtlich erfolgten Veränderung oder Zerstörung eines Denkmals die Schuldtragenden auf ihre Kosten den vorausgegangenen Zustand des Denkmals wiederherzustellen haben. Wenn Kulturgut widerrechtlich ins Ausland verbracht wurde, können auf Antrag des Bundesdenkmalamtes von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde innerhalb von 20 Jahren nach widerrechtlicher Verbringung oder Belassung des Kulturgutes im Ausland auf Kosten der Schuldtragenden jeweils geeignete Maßnahmen zur Rückführung der Gegenstände verfügt werden.

Gegen Bescheide der Bezirksverwaltungsbehörde gemäß den §§ 7, 31 und 36 Denkmalschutzgesetz kann binnen zwei Wochen Berufung erhoben werden. Dabei ist zu beachten, dass Berufungen in Verfahren gemäß § 31 (Sicherungsmaßnahmen) keine aufschiebende Wirkung zukommt.

Weiterführende Informationen

Bundesdenkmalamt - Gesetze

Verantwortlich für diese Seite:
Magistratische Bezirksämter
Kontaktformular