Bezirksparlament will hochwertigen Wohnraum auf der Mariahilfer Straße erhalten

Die Mariahilfer Straße bei der Kreuzung Neubaugasse

Ein Stadt braucht den richtigen Mix aus Geschäftslokalen und Wohnungen. Das gilt auch für die Mariahilfer Straße. Daher sagt der Bezirk nein, wenn Wohnungen durch Büros ersetzt werden sollen. Die Bezirksmandatarinnen und Bezirksmandatare unterschrieben kürzlich eine entsprechende Resolution. Anlass dafür gab ein laufendes Umwidmungsverfahren. Mit einer obskuren Begründung wurde versucht, neue Büroflächen auf der Mariahilfer Straße zu gewinnen. Es wurde behauptet, die Wohnqualität sei schlecht und Wohnen unzumutbar. Gutachten der Stadt Wien bestätigen: Die Wohnqualität ist intakt. Die Werte zu Feinstaubbelastung und Lärm sind mit anderen Einkaufsstraßen vergleichbar. Der Prozess läuft noch.


Wohnraum statt Profitgier

Es besteht der Verdacht, dass hinter derartigen Versuchen reine Profitgier steckt: Büros können teurer vermietet werden als Wohnungen. Mariahilf ist ein beliebter Wohnbezirk, viele Menschen möchten gerne im 6. Bezirk leben. Die Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz, die hervorragende Infrastruktur und das bunte kulturelle Angebot sprechen für den Sechsten. Entsprechender Wohnraum ist daher notwendig, auch auf der Mariahilfer Straße. Schließlich soll sich der Boulevard nach Ladenschluss nicht in eine verwaisten Straße verwandeln.

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