Neues Verkehrskonzept für Mariahilf

Das Ziel: Weniger Durchzugsverkehr im 6. Bezirk
Die größte Herausforderung der nächsten Jahre wird es sein, das Mariahilfer Verkehrskonzept auf neue Beine zu stellen. Bei der Podiumsdiskussion über die Zukunft der Gumpendorfer Straße interessierte sich das Publikum brennend für eine Verkehrsberuhigung. "Für die Gumpendorfer Straße gilt das gleiche wie für andere Durchzugsrouten. Der Straßenverkehr ist ganzheitlich zu sehen. Punktuelle Maßnahmen bringen wenig und verdrängen den Autoverkehr in die Seitengassen", erklärt Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann.
Die Mariahilfer Straße spielt für das neue Verkehrskonzept im 6. Bezirk eine zentrale Rolle. Zuerst muss über die Neugestaltung der Mariahilfer Straße entschieden werden. In weiterer Folge kann der motorisierte Verkehr im 6. und 7. Bezirk neu organisiert werden. Die Verkehrsdaten werden bereits von der Stadt Wien erhoben und analysiert. Sie sind die Grundlage für das spätere Vorgehen.
Suche nach gescheiten Lösungen
Für Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann steht fest, dass auf den Durchzugsrouten der Webgasse, Grabnergasse und Gumpendorfer Straße der Verkehr zum Wohle der Wohnbevölkerung eingedämmt werden muss. "Wir brauchen intelligente und strategische Lösungen. Wir möchten mit unseren Maßnahmen erreichen, dass der Verkehrstourismus im 6. Bezirk weniger wird", beschreibt die Bezirkschefin die Vorgaben. Zulieferungen sollen weiterhin möglich sein. Die Mobilität der Mariahilferinnen und Mariahilfer darf nicht eingeschränkt werden.
Weniger Verkehr bringt viele Vorteile
Verkehr verursacht Lärm- und Schadstoffemissionen. Das Verkehrsgetöse und die Verunreinigung der Luft machen krank. Die Temporeduktion ist eine wirksame und günstige Maßnahme gegen den Lärm. Tempo 30 auf der Gumpendorfer Straße würde das subjektive Lärmempfinden um die Hälfte drosseln. Wenige und langsam fahrende Autos machen die Straßen sicherer und hätten weitreichende Konsequenzen, erklärt Kaufmann und führt aus:
Radfahrerinnen und Radfahrer würden nicht mehr den Gehsteig benützen. Sie trauen sich dann auf die Fahrbahn. Dass Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung nicht zu einem Kollaps auf den Straßen führten, zeigte die Fußball-Europameisterschaft in Wien. Damals wurde der Ring gesperrt. Das Chaos blieb aus.
Bezirksvorstehung Mariahilf
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