Scooter-Verleih für Gehbehinderte im 6. Bezirk

Verwaltungsdirektor Thomas Pavek und Maria Kordik im Elektrofahrzeug und Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann vor dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern

Verleih des Elektrofahrzeuges an gehbehinderte Menschen in Mariahilf

Mariahilfs Behindertensprecherin Maria Kordik verleiht über den Verein "Mobil in Mariahilf" einen Elektro-Scooter. Das Fahrzeug wird gehbehinderten Bezirksbewohnerinnen und Bezirksbewohnern für einige Stunden zur Verfügung gestellt. Zuvor treten Interessierte dem Verein bei. In weiterer Folge erhalten sie einen Ausweis und Fahrstunden. "Das Elektromobil ist ein Hilfsmittel für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Mit dem Verleih möchten wir ihnen die eigene Selbstständigkeit ermöglichen", erklären Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann und Maria Kordik.

Der erste Elektro Scooter ist im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern untergestellt. Das Gefährt mit seiner hochwertigen und modernen Ausstattung eignet sich hervorragend für gehbehinderte Menschen. Die Lenkerkonstruktion ermöglicht die optimale Sitzposition. Der drehbare Komfortsitz mit einstellbarer Rückenlehne sorgt in Verbindung mit abklappbaren und in der Breite verstellbaren Armlehnen für ein unbeschwertes Fahrvergnügen. Im Schritttempo können der Lenker und die Lenkerin unbeschwert Erledigungen im Bezirk machen oder Bekannte und Verwandte besuchen.

Sponsoren gesucht

"Damit unser Scooter-Verleih so richtig ins Rollen kommt, brauchen wir jede Hilfe", erklärt Maria Kordik. Sponsoren werden für den Ankauf weiterer Elektro-Fahrzeuge gesucht sowie Mitglieder für den Verein. "Im Prinzip sollte jeder die Chance für ein selbstbestimmtes Leben ohne fremde Unterstützung haben." Die Scooter helfen gehbehinderten Menschen mobil zu sein, erläuterten Kaufmann und Kordik.

Barrierefreies Mariahilf

Barrierefreies Planen und Bauen sind ein besonderes Anliegen in Mariahilf. Im 6. Bezirk wurde etwa der erste Aufzug im öffentlichen Raum zur Überwindung einer mehrstufigen Treppenanlage errichtet. "Oft sind aber gar nicht die großen, teuren Lösungen notwendig", weiß Kaufmann. "Viele kleine Dinge erhöhen den Komfort und Sicherheit der Straße." Im 6. Bezirk wurden alle Gehsteigkanten an den Kreuzungen abgesenkt. Die Beleuchtung wird laufend verbessert und neue Blindleitsysteme montiert. Nach Möglichkeiten werden auch die Gehsteige verbreitert. "Diese Maßnahmen nutzen allen Mariahilferinnen sowie Mariahilfern und steigern die Lebensqualität im Bezirk", meint die Bezirkschefin.

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