Bezirksvertretung gegen Straßenprostitution in Mariahilf

Der Bezirk ist gegen die vorgeschlagene Erlaubniszone.
Das Bezirksparlament spricht sich in seiner letzten Sitzung gegen die Erlaubniszone für Prostitution in Mariahilf aus. Die Bundespolizeidirektion Wien schlug den Parkplatz unter der U-Bahn-Brücke zwischen Sechshauser und Mariahilfer Gürtel vor und erhielt vom Bezirk eine negative Stellungnahme. Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin Vlasta Osterauer-Novak, MA, erklärt, dass der Standort vom Tisch sei und meint:
Die Zone würde sich mitten im Wohngebiet befinden. Außerdem ist in der Nähe ein Park, das AMS für Jugendliche und die U-Bahn-Station.
Weitere Gründe für die Ablehnung
In der Ablehnung führt der Bezirk die sensible, sozialmedizinische Einrichtung am Gürtel an. Die Sozialeinrichtung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2012 ihren Betrieb aufnehmen. In der Stellungnahme heißt es auch, dass der unübersichtliche Standort für Sexarbeiterinnen nicht sicher sei. Ebenso würde der Straßenverkehr durch Freier behindert. Der Bezirk rechnet mit einer Geschäftsschädigung für die Betriebe, die sich in unmittelbarer Nähe befinden.
Gesetz gegen die Straßenprostitution
Seit 1. November ist das Gesetz der Stadt Wien gegen die Straßenprostitution im Wohngebiet in Kraft. Die Sexarbeiterinnen dürfen nur noch im Prater ihren Geschäften nachgehen. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass im öffentlichen Raum das Sexgewerbe um mehr als die Hälfte zurückging. Die Wohngebiete wurden entlastet. Die Geschäftsanbahnungen verlagerten sich in Lokalitäten.
Die Steuerungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, Bundespolizei und aller Gürtel-Anrainerbezirke sucht mögliche Erlaubniszonen. Eine Husch-Pfusch Aktion wird es nicht geben, das schließt die zuständige Stadträtin Frauenberger aus.
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Bezirksvorstehung Mariahilf
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