Gumpendorfer Pfarrkirche - Zum heiligen Aegydius
Erstmals wurde die dem heiligen Aegidus, Jagdpatron, geweihte Kirche 1244 urkundlich erwähnt. 1765 wurde Baumeister Josef Reymund mit dem Bau einer neuen Kirche beauftragt, da die alte für die wachsende Gemeinde zu klein wurde. Zunächst wurde der alte Turm abgebrochen, seine soliden Quader verwendete man für den Sockelbau. Im Frühjahr 1768 konnte man an die Einwölbung der Kirche schreiten. Die Fassade und der Turm folgten im klassizistischen Stil. 1804 erhielt das Gotteshaus eine mechanische Turmuhr. Die letzten Reste der alten Kirche verschwanden 1807. Erst am 1. Mai 1820 wurde die Gumpendorfer Pfarrkirche feierlich durch Erzbischof Siegmund Graf Hohenwart eingesegnet.
Das Äußere der spätbarocken, im klassizistischen Geist gestalteten Kirche ist einfach. Charakteristisch ist die Hauptfassade. Über den Pilastern stehen die Figuren des Heiligen Josef und des Heiligen Leopold. Der Hauptraum mit seinem ovalen Grundriss wirkt in seiner kunstvollen Ausstattung vergleichsweise prächtig. Den Hochalter schuf der Biedermeierbilderhauer Josef Klieber (1826). Von ihm stammen auch die Plastiken der Heiligen Petrus und Paulus, zwei Tabernakelengel und die Dreifaltigkeit.
Ein Bronzerelief in der Kirche erinnert daran, dass hier am 1. Juni 1809 Josef Haydn eingesegnet wurde. Einen Tag zuvor verstarb der Komponist in seinem unweit der Kirche gelegenen Haus in der heutigen Haydngasse.
Standort und Kontakt
Gumpendorfer Pfarrkirche
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