Entspanntes Schulklima durch Mediation

Zwei Buben raufen vor einem Computerbildschirm

Ab 2012 setzt der Bezirk an den öffentlichen Schulen Mediation ein.

Ab dem kommenden Jahr bezahlt der Bezirk für seine acht Pflichtschulen das Projekt der professionellen Mediation. Mediatorinnen und Mediatoren bereinigen schwelende Konflikte im Schulalltag. "Wir möchten ein entspanntes Klima zum Lehren und Lernen schaffen", begründet Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann die finanzielle Investition in der Höhe von 20.000 Euro im Jahr. Dr. Alexander Bakos, der Leiter der Schul-Mediation im 6. Bezirk, erläuterte den Direktorinnen und Direktoren seinen Arbeitseinsatz und wird das Vorhaben demnächst den Eltern präsentieren.

Mediatoren vermitteln zwischen "Streithälsen"

Im System der Schule sind verschiedene Personengruppen tätig. Lehrkörper, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern haben unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Dieser Druck führt zu Spannungen und zehrt an den Nerven der Betroffenen. Die Mediatorinnen und Mediatoren schlichten in dieser konfliktbeladenen Atmosphäre. Sie versuchen Ruhe in den Schulbetrieb zu bekommen, indem sie die Ursachen der Streitigkeiten erforschen und gemeinsam mit den Streithälsen faire Lösungen suchen. Zudem entlasten die "Konfliktmanagerinnen" und "Konfliktmanager" Lehrkräfte, die sich nicht mehr mit zeitraubenden Vermittlungsversuchen herumschlagen müssen.

Dr. Alexander Bakos:

Die erste Kontaktaufnahme unseres Vereines "together" entsteht häufig telefonisch. Uns wird die Situation beschrieben. Danach entscheiden unsere Mediatorinnen und Mediatoren die Vorgangsweise, um deeskalierend einzuschreiten.

Konstruktives Miteinander führt zu Vereinbarungen

Differenzen entstehen zwischen den unterschiedlichen Personengruppen in der Schule. In den Gesprächen zwischen den Konfliktparteien versuchen die Mediatorinnen und Mediatoren Lösungen zu vereinbaren, um ein gutes Zusammenleben und konstruktives Arbeiten zu ermöglichen. "Die Mediatorinnen und Mediatoren beseitigen die Spannungen im Klassenzimmer und schaffen ein harmonisches Schulklima", erhofft sich Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann von der Präventionsarbeit.

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