Gegen Hochhäuser an der Wienzeile

Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann ist gegen die Verbauung an der Wienzeile.
Das Wiental ist in vielerlei Weise prägend für unsere Stadt. Es bietet den Lebensraum für über 500.000 Menschen. Hier befinden sich Kultureinrichtungen, Jugendstiljuwele, Erholungs- und Verkehrsflächen sowie der Naschmarkt. Das Wiental hat zusätzlich als Frischluftschneise große Bedeutung für unser Klima.
Gesunde Luft aus dem Wienerwald wird in die Stadt geblasen. Diese Durchlüftung ist mitunter dafür verantwortlich, dass keine Smogglocke über Wien hängt. Hochhäuser oder andere baulichen Barrieren verstellen die Wiener Frischluft-Zufuhr, womit das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen aufs Spiel gesetzt werden.
Negative Auswirkungen für Anrainerinnen und Anrainer
Ein Hochhaus an der Wienzeile bei der Kettenbrückengasse hätte verheerende Auswirkungen auf das städtebauliche Flair in diesem Grätzel. Das Vorhaben wirkt auf das Ensemble der Jugendstil Häuser von Otto Wagner störend. Ein Stück kulturhistorischer Charakter würde zerstört werden. Und Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann ergänzt: "Anrainerinnen und Anrainer blicken lieber auf architektonische Schätze als auf einen Bauklotz, der ihnen noch dazu das Licht nimmt und dafür Schatten in die Wohnungen bringt."
Neue Ideen für das Wiental
Das riesige, moderne Bauwerk ist umstritten und ist daher zu überdenken. Das Wiental sollte viel stärker als Erholungsraum genutzt werden. "Die Verbindung von Natur, kultureller Besonderheiten und Historischem hat in den Überlegungen dieses als Stadtentwicklungsgebiet ausgewiesen Grätzels eine stärkere Rolle zu spielen, als emporwachsende Türme", meint die Bezirksvorsteherin.
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