Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Tetanus, Hämophilus influenzae b, Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hepatitis B

Diphtherie

Diphtherie tritt in letzter Zeit vermehrt in osteuropäischen Ländern auf und kann auch in Österreich jederzeit wieder auftreten. Die Ansteckung erfolgt meist als Tröpfcheninfektion (zum Beispiel Niesen, Husten) und führt zu Entzündungen im Nasen-Rachenraum. Als Komplikationen können Entzündungen des Herzmuskels und der Niere sowie Lähmungen auftreten, die zu bleibenden Schäden führen können.

Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten ist besonders im Säuglingsalter gefährlich. Die Ansteckung erfolgt als Tröpfcheninfektion. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch schwere Hustenanfälle, die mitunter zu Atemstillstand führen können. Als Komplikationen können Lungen- und Mittelohrentzündungen, Bronchitis und Schädigungen des Gehirns auftreten.

Tetanus

Beim Tetanus (Wundstarrkrampf) erfolgt die Ansteckung durch Verletzungen, manchmal durch kleine, kaum merkbare Wunden. Die Erkrankung führt zu Muskelkrämpfen, die auch die Atemmuskulatur betreffen können. Auch heute sterben noch 20 bis 30 Prozent der Erkrankten.

Hämophilus influenzae b

Die Erkrankung mit diesem Bakterium kann vor allem für Kinder unter fünf Jahren gefährlich sein. Sie kann zu Mittelohr-, Lungen- und Kehldeckelentzündungen mit Erstickungsgefahr sowie eitriger Gehirnhautentzündung führen, wobei Dauerschäden möglich sind. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Die Kinderlähmung ist eine Viruserkrankung, die bei uns Dank der Impfung nicht mehr vorkommt. Durch die Fortführung der Impfung soll eine Weiterverbreitung im Falle einer Einschleppung aus Ländern, in denen die Kinderlähmung noch vorkommt, verhindert werden. Nur bei konsequenter Fortführung kann das Ziel der Weltgesundheitsorganisation - die weltweite Ausrottung der Kinderlähmung bis zum Jahr 2005 - erreicht werden. Weitere Informationen zur Kinderlähmung (Poliomyelitis).

Hepatitis B

Die Hepatitis B wird durch Hepatitis-B-Virus hältiges Blut und andere Körperflüssigkeiten (zum Beispiel Speichel, Samenflüssigkeit) übertragen, sowohl durch direkten Kontakt einschließlich Geschlechtsverkehr, als auch indirekt durch kontaminierte Gegenstände (Zahnbürsten, Rasierklingen, Injektionsnadeln, Akupunkturnadeln, Tätowierbestecke). Auch die Übertragung der Hepatitis B von der Mutter, auf das Neugeborene ist möglich. Wichtig: Untersuchung der Schwangeren im Rahmen der Mutter-Kind-Pass Untersuchung auf Hepatitis B (HBs Ag) und Impfung des Neugeborenen. Mehr Information zu dieser Erkrankung erhalten Sie unter Hepatitis B.

Die Impfung

Die Impfung gegen alle sechs Erkrankungen wird im Säuglingsalter (ab dem dritten Lebensmonat) in der Regel mit einem sechsfach kombinierten Impfstoff durchgeführt. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen. Eine Auffrischung erfolgt zwischen dem 15. und 18. Lebensmonat. Weitere Auffrischungen sind mit kombinierten Diphtherie-Tetanus-Kinderlähmung (Poliomyelitis) oder Diphtherie-Tetanus-Impfstoff im Schulalter und im Erwachsenenalter alle zehn Jahre eventuell auch mit Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten (Pertussis)-Impfstoff vorgesehen. Sobald verfügbar, können diese Impfungen auch mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie-Tetanus-Kinderlähmung (Poliomyelitis)-Keuchhusten (Pertussis) durchgeführt werden.

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