Hepatitis A

(sub-) akute Virusinfektion der Leber

Erreger: Hepatitis A Virus (HaV)

Vorkommen und Verbreitung

Weltweit, besonders in Entwicklungsländern aber auch in Südeuropa (hier deutlich häufiger als in West- und Nordeuropa)

Übertragung

Fäko-oral, in südlichen Ländern, tropischen Gebieten und Ländern mit geringem Hygienestandard

Meist erfolgt bei fehlender Wasser-, Abwasser- und Abfallhygiene die Übertragung durch verunreinigtes Wasser (Eiswürfel) oder Nahrungsmittel. Sie ist weiters durch Meerestiere (besonders Muscheln, Austern und Krebstiere), aber durch Milch, kaltes Fleisch und andere Speisen möglich.

Krankheitsbild

Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei und sechs Wochen. Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird der Urin dunkel und der Stuhl hell, schließlich entwickelt sich eine Gelbsucht (zuerst im Weiß der Augen bemerkbar). Der weitere Verlauf ist unterschiedlich und besonders bei Kindern meist leicht. Bei Erwachsenen kann es zu schweren und länger anhaltenden Krankheitsbildern kommen. Dauerschäden treten nicht auf.

Da die Erkrankung bei Kindern gelegentlich unbemerkt verläuft und dabei trotzdem Kontaktpersonen angesteckt werden können, treten immer wieder Kleinepidemien auf (innerhalb einer Familie, Schule, Kindergarten).

  • Diagnose: Klinisch, serologisch (Hepatitis A IgG und IgM-Antikörperuntersuchung). Nur in der Frühphase ist auch der Virusnachweis im Stuhl möglich.
  • Behandlung: symptomatisch
  • Prophylaxe: allgemeine Hygiene, Impfung ("Stichimpfung" erhältlich als monovalenter Hepatitis A - Impfstoff, zwei Teilimpfungen oder als Kombinationsimpfstoff Hepatitis A und B, drei Teilimpfungen, langjähriger Schutz)

Meldepflicht

In Wien ergeht Meldung an das zuständige Bezirksgesundheitsamt durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt beziehungsweise die Krankenanstalt.

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Gesundheitsdienst der Stadt Wien (Magistratsabteilung 15)
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