Walnuss (Juglans regia)

Ursprung

Die Walnuss kommt aus dem südlichen Europa, aus Japan, Nordchina und Indien.

Hauptanbaugebiet

Sie wird in allen gemäßigten Klimazonen angebaut. Der größte Walnussproduzent ist Kalifornien mit 90 Prozent Marktanteil.

Angebot

Die Nüsse werden Mitte September bis Ende Oktober geerntet. Die fleischig grüne, glatte Außenschale enthält einen stark schwarzfärbenden Stoff (Tannin). Daher wird die weiche Schale nach der Ernte sofort entfernt, die Nüsse werden gewaschen und zum Teil gebleicht. Walnüsse werden ganzjährig lose in Schale, geschält als Walnusshälften oder gerieben angeboten (Hauptabsatz im Dezember). Drei Kilogramm Wahlnüsse ergeben etwa ein Kilogramm Walnusskerne.

Form und Farbe

Bei der Walnuss handelt es sich um eine kugelige Steinfrucht. Unter der saftigen Außenschale liegt eine ovale, netzig-gerunzelte, harte Nussschale. Diese besteht aus zwei Hälften. In der Nuss befindet sich ein vierteiliges Kerngehäuse mit zwei- bis vier-lappigem weißem Nusskern. Dieser ist mit einer braunen, dünnen Haut überzogen.

Geschmack

Europäische Walnüsse haben einen mild-nussigen Geschmack. Dunkelschalige Walnüsse aus Amerika schmecken kräftiger.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

100 Gramm Walnusskerne enthalten:

  • Energiewert: 666 Kilokalorien oder 2.784 Kilojoule
  • Eiweiß: 15 Gramm
  • Fett: 62 Gramm (reich an hochwertigen Fettsäuren)
  • Kohlenhydrate: 12,1 Gramm
  • Ballaststoffe: 6,1 Gramm

Walnüsse sind natriumarm. An Vitaminen liefern sie reichlich Provitamin A, Vitamin B1 und etwas Vitamin C.

Verwendung und Verarbeitung

Walnüsse werden als Zutat für Süß- und Backwaren verwendet. In karamellisierter Form werden sie als Nascherei angeboten, in frischer und ganzer Form zu Käse oder Salaten gereicht. Aus Walnüssen werden auch Walnussöl und Spirituosen wie zum Beispiel Walnusslikör (Nussschnaps) gewonnen. Die Walnussschalen werden als Färbemittel eingesetzt.

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Dr. Martin Hofer (Magistratsabteilung 38)
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