Kräuter- und Gewürzlexikon - Kamille

Kamille

Die Kamille ist eine der ältesten und berühmtesten Volksheilpflanzen zur äußerlichen und innerlichen Anwendung. Ihre heilende Wirkung konnte wissenschaftlich belegt werden und ist auf die ätherischen Öle zurückzuführen. Diese gehen jedoch bei wässrigem Aufguss, wie etwa Tee, nur teilweise ins Wasser über. 50 bis 75 Prozent bleiben im Rückstand. Verwendet werden die Blütenköpfe.


Naturheilkunde

Äußerliche Anwendung

  • Desinfizierend
  • Erweichend
  • Schmerzlindernd
  • Wundheilungsfördernd

Innerliche Anwendung

  • Schweißtreibend
  • Erwärmend
  • Krampfstillend
  • Bei Magen-Darm-Beschwerden (wie Aufstoßen, Völlegefühl, Magenkrämpfe)
  • Entzündungen von Haut und Schleimhaut
  • Inhalation der Dämpfe bei Erkältungskrankheiten

Verwendung in der Küche

  • Kamillentee: Drei bis vier Tassen können über den Tag verteilt getrunken werden. Kamillentee sollte nicht als Dauergetränk verwendet werden. Ein Esslöffel Kamillenblüten mit einer Tasse siedendem Wasser übergießen, fünf bis zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen.
  • Als Aufguss für Umschläge: Zwei Esslöffel Kamillenblüten mit einer Tasse siedendem Wasser übergießen, 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
  • Zum Inhalieren: Zwei Esslöffel Kamillenblüten mit einem halben Liter siedendem Wasser übergießen. Die Dämpfe für mindestens zehn Minuten inhalieren.
  • Als Badezusatz: 50 Gramm Kamillenblüten mit einem Liter siedendem Wasser übergießen. 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen und ins Badewasser gießen.
  • Kamille ist auch als Würzmittel für Kaltschalen, gekochtes Rindfleisch und Kräuterliköre geeignet.
Verantwortlich für diese Seite:
Dr. Martin Hofer (Magistratsabteilung 38)
Kontaktformular