Inulin und Oligofruktose – die prebiotischen Ballaststoffe
Prebiotika sind in Lebensmitteln enthaltene oder zugesetzte Substanzen, die den probiotischen Bakterien als Nahrungsgrundlage dienen. Sie helfen somit bei der Gesunderhaltung des Darms. Zu den Prebiotika gehören unter anderem Inulin und Oligofruktose.
Inulin
Dieser Mehrfachzucker gehört zu den Kohlenhydraten. Er besteht zu 95 Prozent aus Fruchtzucker und zu fünf Prozent aus Traubenzucker. Er kommt in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln als Speicherkohlenhydrat vor (Artischocken, Topinambur, Roggen). Inulin wird von den Verdauungsenzymen im Dünndarm nicht abgebaut und gelangt unverdaut in den Dickdarm. Dort wird es von den natürlichen Darmbakterien (Darmflora) zu Säuren abgebaut. Diese regen das Wachstum der Darmkeime an und halten die Darmflora gesund. Das leicht süß schmeckende Inulin wird als Zuckerersatz eingesetzt. Aufgrund seinen technologischen Eigenschaften wird es vor allem als Fettersatzstoff in Brotaufstrichen, Backwaren, Milchprodukten und Salatsaucen verwendet.
Oligofruktose
Unter Oligofruktose werden Kohlenhydrate verstanden, die aus drei bis neun Fruchtzuckermolekülen zusammengesetzt sind. Wie Inulin gelangen diese unverdaut in den Dickdarm. Dort dienen sie den Darmbakterien als Nahrung.
Verantwortlich für diese Seite:Dr. Martin Hofer (Magistratsabteilung 38)
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