Handschriftensammlung der Wienbibliothek
Leseraum
1., Rathaus, Stiege 4, 1. Stock, Tür 331
Fahrplanauskunft
Telefon im Lesesaal: +43 1 4000-84940
Telefon (Handschriftensammlung): +43 1 4000-84941
- Bestände
- Kataloge der Handschriftensammlung
- Benützung der Handschriftensammlung
- Literatur zum Thema
- Öffnungszeiten und Erreichbarkeit
Bestände
Die Handschriftensammlung verwaltet umfangreiche und bedeutende Bestände der österreichischen Kulturgeschichte ab dem späten 18. Jahrhundert. Den Schwerpunkt stellt die Sammlung von Nachlässen und Einzelautographen der österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts dar.
Neben dem Nachlass Franz Grillparzers sind hier vor allem die Bestände von Ferdinand Raimund, Johann Nestroy, Anastasius Grün, Marie Ebner von Eschenbach, Ferdinand von Saar, Ludwig Anzengruber, Karl Kraus, Hans Weigel, Friedrich Torberg, Friederike Mayröcker, Helmut Eisendle und Wolfgang Bauer zu erwähnen.
Zudem verfügt die Sammlung über wichtige Theatralia (Max Reinhardt, Hans Moser, Helmut Qualtinger) sowie zahlreiche Autographen von Musikern (Franz Schubert, Johann Strauss, Ernst Krenek), bildenden Künstlern (Rudolf von Alt, Egon Schiele), Publizisten, Wissenschaftlern und Politikern.
Kataloge der Handschriftensammlung
Die Handschriftensammlung verfügt über mehrere Kataloge, die die mehr als 230.000 katalogisierten sowie die vorgeordneten, jedoch nicht katalogisierten Bestände erschließen:
- Einen Online-Katalog, der seit 2001 geführt wird. Er enthält die Retrokonversion des Zettelkatalogs, Katalogisierungen ab der Signatur 225.001 sowie vorgeordnete Nachlässe und sonstige Sammlungen. (Suche und Reservierung)
- Einen Zettel-Katalog mit den Aufnahmen, die von 1904 bis 2001 erstellt wurden (Signatur H.I.N. 1-225.000). Der Katalog ist alphabetisch nach Autorennamen geordnet. Innerhalb der Autorennamen folgen aufeinander:
- Briefe von der Autorin oder dem Autor und Briefe an die Autorin oder den Autor (chronologisch geordnet, mit den undatierten beginnend). Die Briefe an eine Autorin oder einen Autor sind auf gelben Verweiskarten notiert. Die genauen Angaben sind unter dem jeweiligen Absender nachzuschlagen.
- Tagebuchartige Aufzeichnungen
- Autobiographisches
- Lyrik (nach dem Titel oder ersten Wort gereiht)
- Epik (nach dem Titel)
- Dramen (nach dem Titel)
- Prosa (nach dem Titel)
- Notizen und Exzerpte
- Dokumente und Aktenstücke
- Aufzeichnungen fremder Hand über die Autorin oder den Autor und ihr beziehungsweise sein Werk
- Briefe von der Autorin oder dem Autor und Briefe an die Autorin oder den Autor (chronologisch geordnet, mit den undatierten beginnend). Die Briefe an eine Autorin oder einen Autor sind auf gelben Verweiskarten notiert. Die genauen Angaben sind unter dem jeweiligen Absender nachzuschlagen.
- Detaillierte Bestandsverzeichnisse existieren zu etwa 250 vorgeordneten Nachlässen, sie sind über den Online-Katalog, über das Verzeichnis der Nachlasslisten sowie als Ausdrucke im Lesesaal verfügbar.
Benützung der Handschriftensammlung
Die Reservierung von Autographen kann über den Online-Katalog, den gescannten Zettelkatalog oder in der Sammlung auf einem Bestellzettel erfolgen.
Sie können maximal 30 Einzelautographen für die Benützung reservieren. Von 9 bis 15 Uhr bestellte Autographen liegen am darauf folgenden Tag ab 9 Uhr für Sie bereit, von 15 bis 9 Uhr bestellte Autographen am übernächsten Tag ab 9 Uhr.
Die Reservierung von größeren, nicht einzeln katalogisierten Beständen (Nachlässe, Teilnachlässe und Sammlungen) ist über den Online-Katalog nicht möglich, dafür ist eine Beratung durch die Bediensteten der Sammlung notwendig.
Die Benützung von Handschriften kann nur im Lesesaal der Handschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus erfolgen. Zum Schutze der Autographen sind die Benützungshinweise zu beachten. Im Regelfall erhalten Leserinnen und Leser für die Benützung eine Autographenmappe, eine gebundene Handschrift oder eine Archivbox.
Reservierte Handschriften müssen innerhalb von zwei Wochen im Lesesaal der Handschriftensammlung benützt werden.
Reproduktionen sind grundsätzlich möglich, können aber aus urheberrechtlichen oder konservatorischen Gründen eingeschränkt werden
(Preisliste).
Eine Entlehnung ist in keinem Fall möglich.
Literatur zum Thema
- Gladt, Karl: Die Handschriften Johann Nestroys. Graz u.a.: Böhlau, 1978.
- Renner, Gerhard: Die Nachlässe in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Wien: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, 1993 (Publikationen aus der Wiener Stadt- und Landesbibliothek; 1).
- Böhm, Hermann: Karl Kraus contra... Die Akten der Kanzlei Oskar Samek in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. 2 Bände, Wien: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, 1995 (Publikationen aus der Wiener Stadt- und Landesbibliothek; 2).

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