Brennpunkt° - derzeit und demnächst

Aufgrund des großen Erfolges wird die Sonderausstellung im Brennpunkt° bis 30. Mai 2012 verlängert.

Sonderausstellung Badewonnen - Private Badekultur in Wien

Die Sonderaustellung zeichnet den Weg nach vom Bad als Luxusort um 1900 bis zum standardisierten Raum von heute.

Anhand von zahlreichen einzigartigen Exponaten - darunter altertümlichen Badeöfen und -wannen, Fotografien und Illustrationen - wird die spannende Geschichte des Badezimmers anschaulich dargestellt.

Die Geschichte des Badezimmers spiegelt sehr deutlich die Qualität der Wohn- und Hygieneverhältnisse in unserer Stadt wider. Grund genug, im Rahmen der neuen Sonderschau einen genaueren Blick darauf zu werfen. Die Stationen reichen dabei von den "Tröpferlbädern", die für die Wiener Arbeiterinnen und Arbeiter jahrzehntelang die einzige Möglichkeit für eine gründliche Körperreinigung waren, über das Bauprogramm des "Roten Wien" - ein Meilenstein in der Verbesserung der Lebensqualität und der Hygieneverhältnisse der Wienerinnen und Wiener - bis hin zur modernen energie- und wassersparenden Nutzung des Bades".

Vom "Tröpferlbad" bis zum eigenen Wasseranschluss

War bis ins Mittelalter das Bad eine wichtige Institution, so nahmen die Badekultur und die damit verbundene Hygiene im 17. und 18. Jahrhundert drastisch ab. Medizinische Erkenntnisse und die zunehmende Säkularisierung der Lebenswelt führten im 19. Jahrhundert zu einem veränderten Verständnis der Körperhygiene. Die Körperreinigung wurde wieder wichtiger und das Bedürfnis, eine komfortable Waschmöglichkeit zu besitzen, größer. Anfang des 20. Jahrhunderts ermöglichten technische Innovationen fließendes Warmwasser im Wohnbereich. Aufgrund der hohen Kosten blieb in vielen Haushalten jedoch der Waschtisch bestehen - das Badezimmer blieb ein Statussymbol der Oberschicht.

Das Badezimmer wird selbstverständlich

Während ein eigenes Badezimmer in den 1920er und 1930er Jahren noch von Wohlstand zeugte, fand nach dem Zweiten Weltkrieg eine "Demokratisierung" des Bades statt. Das Badezimmer in den eigenen vier Wänden wurde selbstverständlich. Neubauten wurden selbstredend mit eigenen Baderäumlichkeiten ausgestattet und bestehende Wohnungen bestmöglich nachgerüstet. Da die Baderäumlichkeiten in der Regel immer noch kleiner waren, als der Platzbedarf es aufgrund von Gebrauchsutensilien und des Einzuges elektrischer Geräte zuließ, gelangten immer häufiger platzsparende Ausstattungsstücke ins Bad. Der "Allibert" - bald ein Synonym für Badezimmerschränke - trat seinen Siegeszug an. Auch die Klapp-Schrankbadewanne erfreute sich dort großer Beliebtheit, wo für ein Bad kein Platz war, aber Raum für eine Badewanne sein musste.

Einige Eindrücke zur Ausstellung sind in der Bildergalerie zu sehen.

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Brennpunkt° - Museum der Heizkultur Wien
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