Entstehung der Wiener Ringstraße

Im kaiserlichen Handschreiben vom 20. Dezember 1857 wurde ein Wettbewerb für Ideen zur Gestaltung der frei werdenden Flächen angekündigt.

Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs

Wettbewerbsplan der Wiener Ringstraße von van der Nüll und Siccardsburg

Wettbewerbsplan von van der Nüll und Siccardsburg (1858)

Der im Jänner 1858 ausgeschriebene Wettbewerb stieß auf großes Interesse. 85 Architekten aus ganz Europa reichten ihre Pläne zur Neugestaltung der Wiener Innenstadt ein. Die besten davon wurden prämiert.

Entwurf eines Grundplans

Keiner der Pläne konnte für sich allein überzeugen. Aus diesem Grund beauftragte Kaiser Franz Joseph eine Kommission mit dem Entwurf eines Grundplans unter Einbeziehung der preisgekrönten Projektideen. 1859 wurde der Grundplan, in dem sich viele Ideen der prämierten Wettbewerbsteilnehmer wieder fanden, vom Kaiser genehmigt. Neben großzügigen Parkanlagen und öffentlichen Gebäuden waren großzügige Bauflächen vorgesehen. Sie sollten dem Großbürgertum die Errichtung prachtvoller Repräsentationsbauten ermöglichen.

Umsetzung des Grundplans und Anpassungen

Die vom Kaiser angeordnete Stadterweiterung Wiens bot die Gelegenheit, dringend notwendige Modernisierungsmaßnahmen umzusetzen. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Pläne zur Gestaltung der Ringstraßenzone immer wieder verändert. Sie wurden den neuesten Anforderungen angepasst. Neben Rathaus, Universität und Parlament wurden Museen, Opernhäuser und Theater errichtet. Gemeinsam mit den großbürgerlichen Prachtbauten prägten sie das Bild der neu entstandenen Ringstraße. Sie ist bis heute für Wien charakteristisch.

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