Neuübernahmen und Neuerwerbungen im Wiener Stadt- und Landesarchiv

Gedenkbuch des Privat-Vereins zur Unterstützung verschämter Armen

Dem Wiener Stadt- und Landesarchiv gelang es, das "Gedenkbuch des Privat-Vereins zur Unterstützung verschämter Armen" in den Wiener Vorstädten Matzleinsdorf, Nikolsdorf, Margareten, Hungelbrunn und Lorenzergrund zu erwerben. Das Gedenkbuch wurde im März 1831 angelegt. Es enthält Aufzeichnungen zur Gründung des Vereins im Jahre 1811, die Buchführung für die Jahre 1811 bis 1897, ein Verzeichnis denkwürdiger, den Verein betreffender Ereignisse, ein Verzeichnis der dem Verein zu gute gekommenen Erbschaften und - von besonderem Interesse - eine Mitgliederliste. Diese reicht vom Fürsten Lobkowitz, den Grafen Harrach und Czernin bis zu einfachen Handwerkermeistern, die in den Vorstädten, in denen der Verein wirkte, ihre Tätigkeit ausübten.

Denkschrift zur Eröffnung der Reichsbrücke 1937

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv konnte im Jänner heurigen Jahres aus dem Wiener Antiquitätenhandel eine Denkschrift zur Eröffnung der Reichsbrücke erwerben. Diese Denkschrift wurde am 10. Oktober 1937 anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten in den Pfeiler zwischen Donauuferbahn und Handelskai am rechten Donauufer eingemauert. Während der Abbruchsarbeiten nach dem Einsturz der Brücke am 1. August 1976 wurde die Denkschrift wieder aufgefunden. Sie befand sich in einem Kupferzylinder. Die Denkschrift besteht aus drei Pergamentblättern, die von Valerie von Braun kalligrafisch gestaltet wurden. Auf dem dritten Blatt befinden sich die Unterschriften von Bürgermeister Richard Schmitz und Handelsminister Wilhelm Taucher. Die Denkschrift ist in einwandfreiem konservatorischem Zustand erhalten geblieben. Durch die Aufbewahrung im Zylinder war sie stark eingerollt, konnte aber in der Restaurierwerkstätte des Wiener Stadt- und Landesarchivs entrollt werden.

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