"Wege des Lachens. Jüdischer Witz und Humor aus Wien" - Wiener Vorlesung am 23.1.2012
Wann ist ein Witz jüdisch? Darf man auch über Gott lachen? Jüdischer Humor ist meistens menschenfreundlich und antiautoritär. Das Buch von Marcus G. Patka unternimmt einen Streifzug durch Geschichte und Entwicklung des jüdischen Witzes aus den Schtetln Osteuropas über Wien nach New York und Auschwitz und zurück. In vielen Witzen geht es um ein nur vordergründiges Einhalten der Gebote. Es kann sogar über Gott und die Religion gelacht werden.
Neben zahlreichen Definitionen des Phänomens werden Funktion und Anwendung des Witzes in unterschiedlichen jüdischen Gruppen beleuchtet, wobei besonders auf Kabarett, jiddisches Theater und Jargon-Komik sowie auf Autoren wie Franz Kafka, Leo Perutz, Egon Erwin Kisch, Hugo Bettauer, Fritz Löhner-Beda und Albert Drach eingegangen wird. Nach der Shoah war es Georg Kreisler, der einen neuen jüdischen Witz in Wien etabliert hat, der aber wie in den USA und Israel wesentlich greller und zynischer arbeitet.
Veranstaltungsdetails
- Präsentation des Bandes XIII der Reihe Enzyklopädie des Wiener Wissens (Bibliothek der Provinz) von Marcus G. Patka mit dem Autor, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Ruth Werdigier
- Datum: Montag, 23. Jänner 2012, 18.30 Uhr
- Ort: Jüdisches Museum Wien, 1., Dorotheergasse 11
- Fahrplanauskunft
- Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Wien
Weiterführende Informationen
Wissenschafts- und Forschungsförderung (Magistratsabteilung 7)
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