"Alles neu - alles wie gehabt. Historische Erfahrungen mit Wirtschafts- und Finanzkrisen"

Wiener Vorlesung am 28.11.2011

Statement Peter Berger

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Univ.-Prof. Dr. Peter Berger

"Nimmt man alles zusammen, sind Krisen offensichtlich normaler Bestandteil des ökonomischen Geschehens. Es spricht [...] sehr wenig dagegen, sie zunächst einmal nüchtern zu betrachten." (Werner Plumpe, Wirtschaftskrisen, C.H.Beck Verlag, 2010)

Die schrillen Kommentare zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise lassen einen leicht vergessen, dass solche Krisen die Menschheit seit dem Beginn des industriellen Zeitalters begleiten. Auch schon vor der Industriellen Revolution gab es Krisen in Gestalt der periodisch wiederkehrenden Hungersnöte des Ancien Régime ("malthusianische Falle") oder der frühmodernen Spekulationsblasen vom Typ der holländischen "Tulpen-Manie" im 17. Jahrhundert.

Einsicht in die offenbare Unvermeidlichkeit des Krisengeschehens heißt nicht, die soziale Not, die in konjunkturellen Abschwungphasen entsteht, zu ignorieren oder zu verniedlichen. Ein tieferes Krisenverständnis kann allerdings dabei helfen, simplifizierende Schuldzuweisungen in der Krise zu vermeiden und in aller Gelassenheit zu überprüfen, welche Handlungsoptionen zur Krisenbewältigung uns die Vergangenheit nahe legt.


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Univ.-Prof. Dr. Peter Mertens

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Mag.a Corinna Milborn

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