"Bruno Kreisky und die Ära Kreisky" - Wiener Vorlesung 25.1.2011
Rückblick auf einen Aufbruch, auf Folgen und Nachwirkung
Bruno Kreisky:
"Ich lege keinen Wert auf Kränze, die die Nachwelt mir flicht, ich lege keinen Wert auf Denkmäler. Ich halte nichts von Denkmälern, ich halte sie für etwas, das für mich jeden Sinnes entbehrt. Worauf ich aber Wert legen würde oder was ich gerne hätte, wäre, wenn einmal die Periode, in der ich die politischen Verhältnisse in Österreich beeinflussen konnte - denn mehr als beeinflussen kann man sie ja nicht -, als eine Periode der Einleitung großer Reformen betrachtet wird, die ihre gesellschaftlichen Spuren hinterlassen und eine Besserung der gesellschaftlichen Verhältnisse gebracht haben. Wie sollte man so anmaßend sein zu glauben, dass einem alles gelingen müsste. Ich fürchte, dass von dem vielen, das man beginnt, nur einiges gelingen wird. Aber das wird hoffentlich genug sein, um eine bleibende Wirkung zu haben, einen neuen Treppenabsatz in der Entwicklung darzustellen. Nichts wäre grauslicher als der Gedanke, dass man nur administriert hat."
Veranstaltungsdetails
Wiener Vorlesung zum 100. Geburtstag von Bruno Kreisky (22.1.1911 bis 29.7.1990)
- Filmausschnitt: Helene Maimann: Bruno Kreisky. Politik und Leidenschaft. DOR-Film - ORF 2011
- Podiumsgespräch mit: Bundesminister a.D. Dr. Peter Jankowitsch, Botschafterin a.D. Dr.in Eva Nowotny, Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb und DI Jan Tabor
- Moderation: Univ.-Doz.in Dr.in Maria Mesner
- Datum: Dienstag, 25. Jänner 2011, 19 Uhr
- Ort: Wiener Rathaus, Festsaal, Feststiege I, 1., Lichtenfelsgasse 2
- Fahrplanauskunft
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog
Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Bundesminister a.D. Dr. Peter Jankowitsch

Botschafterin a.D. Dr.in Eva Nowotny

Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb

DI Jan Tabor

Univ.-Doz.in Dr.in Maria Mesner
Wissenschafts- und Forschungsförderung (Magistratsabteilung 7)
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