Aktuelle Herzforschung - Wiener Vorlesung 09.02.2011

Konrad Steinbach:

Plinius der Ältere (23 bis– 79 n. Chr.) war der Meinung: "Das Herz ist das einzige aller inneren Organe, das nicht von Krankheiten betroffen werden kann und nicht das Leiden des Lebens verlängert. Verletzt verursacht es sofort den Tod". Plinius irrte mit seiner Aussage, das Herz könne nicht erkranken, und er konnte auch nicht wissen, dass die Behandlung von Herzkranken im 20. Jahrhundert revolutioniert werden würde. Herztransplantation und das künstliche Herz wurden in die Routinebehandlung eingeführt. Die Stammzelltherapie lässt hoffen, dass erkrankte Herzzellen durch gesunde ersetzt werden können.

Ernst Wolner:

Das Herz war kulturgeschichtlich schon immer ein Symbol für Gefühle (ein weiches Herz), für Liebe, für die Seele, aber auch für Mut. Die erste Darstellung in Form unseres Herzsymboles findet sich in spanischen Höhlenzeichnungen 10.000 Jahre vor Christus. Das Herz ist auch Teil der ägyptischen und griechischen Mythologie. Bekannt sind auch die grausamen aztekischen Herzopfer. Eine besondere Bedeutung hat das Herz in der katholischen Kirche: Der Herz-Jesu-Kult und vieles mehr. Diese mythische Bedeutung des Herzens ist wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass Eingriffe am Herzen relativ spät Eingang in die Medizin gefunden haben.

Veranstaltungsdetails

Verleihung des Wissenschaftspreises des Österreichischen Herzfonds für besondere klinische und experimentelle Arbeiten auf dem Gebiet der Kardiologie, 2010 gestiftet und dotiert von der Kulturabteilung der Stadt Wien, durch Univ.-Prof. Dr. Konrad Steinbach (Journal für Kardiologie: 286 KB PDF)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Österreichischen Herzfonds und dem Ludwig Boltzmann Cluster für kardiovaskuläre Forschung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Konrad Steinbach

Univ.-Prof. Dr. Konrad Steinbach

Georg Wieselthaler

Univ.-Prof. Dr. Georg Wieselthaler

Pavone-Gyöngyösi

Univ.Doz.in Dr.in Mariann Pavone-Gyöngyösi

Zuckermann

Univ.Prof. Dr. Andreas Zuckermann

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