"Von der Giotto-Fliege zu Yoko Ono's 'Fly'" - Wiener Vorlesung vom 25.11.2010

Performative und semiotische Transformationsspiele der Künste von der Antike bis zur Moderne

Hartmut Böhme

Univ.-Prof. Dr. Hartmut Böhme

Abstract

Die Kunst der Augentäuschung, aber auch die Entdeckung der unscheinbaren Dinge ist bildkünstlerisch wie literarisch in der Antike vorgeprägt. Auch die Künstler-Mythen ranken um dieses Vermögen zur Täuschung, das eben deswegen von Platon abgelehnt wurde. Die neuzeitliche Kunst des trompe l'œil differenziert und steigert diese antiken Vorläufer bis zum Taumel unserer Wahrnehmung.

Dabei spielen neben malerischen und rhetorischen Tricks auch winzige Bild-Motive eine wenig bemerkte, doch überraschend starke Rolle: zum Beispiel die Fliege. Was dieses Tierchen über Jahrhunderte bis heute mit uns für höchst raffinierte ästhetische Spiele treibt, wird in ernstem Diskurs verfolgt und im amüsanten Kaleidoskop der Bilder vor Auge und Ohr gebracht.


Veranstaltungsdetails

Eine Veranstaltung im Rahmen der Tagung "Transformationen/Translationen des Wissens" (25. bis 26. November 2010) des IFK - Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Kooperation mit dem IKT - Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Helmuth Lethen

Univ.-Prof. Dr. Helmuth Lethen

Anna Soucek

Anna Soucek, MA

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