"Die Geburt des Christentums aus dem Judentum" - Wiener Vorlesung vom 14.12.2010

Hon.-Prof. DI DDDr. Peter Landesmann
"Das Kontra gegen Fremdbestimmung, wenn Apathie in Revolte umschlägt, ist der wirkliche Kern biblischer Religion." Adolf Holl
"Jesus wurde der jüdischen Führung seiner Zeit gefährlich, weil er sein Volk liebte und von ihm wiedergeliebt wurde. Durch die heidenchristliche Entwicklung der Kirche wurde dieser Sachverhalt verdrängt und vergessen - auch bei den Juden selbst. Erst heute bahnt sich eine Revision dieser geschichtlichen Missbildung an: Christen beginnen Jesu Judesein in verbindlicher Weise in den Blick zu bekommen, und weiten Kreisen des Judentums erschließt sich die Gestalt Jesu im Sinne der Zugehörigkeit zur Geschichte Israels." Schalom Ben-Chorin, Theologia Judaica
"Wir Christen sollen unser Erstes Testament als unverzichtbaren und kostbaren Teil unserer Bibel hören und lesen, der eine Lebenshilfe anbietet, die uns so nicht im Neuen Testament begegnet..." Erich Zenger
Abstract von Peter Landesmann
Es werden die unterschiedlichen Tendenzen im Judentum vorgestellt, die ihren Einfluss auf das entstehende Christentum ausgeübt haben. Dabei werden der Rationalismus der deuteronomistischen Redaktion, die Weisheitslehre, die Apokalyptik und das Konzept des Logos geschildert.
Außer der Bibel werden Pseudoepigraphen, die Schriften von Philo sowie die der Kirchenväter, schließlich die Ikonographie, als Zeugen für die Ausbildung der christlichen Lehre und ihre Trennung vom Judentum, vorgetragen.
Veranstaltungsdetails
- Vortrag: Hon.-Prof. DI DDDr. Peter Landesmann
- Kommentar: Univ.-Prof. Dr. Günter Stemberger
- Moderation: Dr.in Ursula Baatz
- Datum: Dienstag, 14. Dezember 2010, 19 Uhr
- Ort: Wiener Rathaus, Festsaal, Feststiege I, 1., Lichtenfelsgasse 2
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