Wiener Vorlesungen - Michail Sergejewitsch Gorbatschow
geboren 1931 in Priwolnoje bei Stawropol (Nordkaukasus). 1951 bis 1955 Studium der Rechtswissenschaften an der Lomonossow-Universität in Moskau. 1952 Eintritt in die KPdSU. Seit 1953 ist Michail Gorbatschow mit Raissa Gorbatschowa verheiratet. Funktionärskarriere im Gebiet Stawropol. 1970 in den Obersten Sowjet, 1971 in das Zentralkomitee der KPdSU gewählt. Im Dezember 1984 legte Michail Gorbatschow erstmals öffentlich in einer spektakulären Rede sein Reformkonzept von "Glasnost" und "Perestroika" vor. Am 11. März 1985 Wahl zum Generalsekretär der KPdSU, am 1. Oktober 1988 auch zum Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjet und damit zum Staatsoberhaupt. Innenpolitisch geriet Gorbatschow in ein immer brisanter werdendes Spannungsfeld zwischen konservativen Kräften und den radikalen Reformern um Boris Jelzin. Nach dem gescheiterten Putschversuch orthodoxer Kommunisten im August 1991 legte Gorbatschow das Amt des Generalsekretärs der KPdSU nieder und trat nach der Auflösung der Sowjetunion und der Gründung der GUS Ende des Jahres 1991 auch als Staatspräsident zurück. Seit 1992 ist Michail Gorbatschow Präsident der "Internationalen Stiftung für sozioökonomische und politische Studien" (Gorbatschow-Stiftung) in Moskau.
Publikationen, unter anderem: "Was ich wirklich will. Antworten auf die Fragen der Welt", 1988; "Glasnost. Das neue Denken", 1989; "Perestroika. Die zweite russische Revolution", 1989; "Meine Vision. Die Perestroika in den neunziger Jahren", 1991; "Der Staatsstreich", 1991; "Erinnerungen", 1995
Wissenschafts- und Forschungsförderung (Magistratsabteilung 7)
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