Wiener Vorlesungen - Jean-Pierre Faye

Jean-Pierre Faye, geboren 1925, Philosoph und Schriftsteller, hat sich in den sechziger Jahren als einer der wichtigsten Vertreter der französischen avantgardistischen Literatur einen Namen gemacht. In seinen Werken, die den Einfluss von Faulkner erkennen lassen, geht es um die Beziehungen von Bewusstsein, Sprache und Wirklichkeit. Seine ersten Romane sind auch ausdrückliche politische Stellungnahmen: in "La Cassure" und "Battement" beschäftigt er sich mit dem Algerienkrieg und in "L'Écluse" mit dem Kalten Krieg. Als Philosoph hinterfragt er in erster Linie die Wechselwirkung von Sprache und Politik, Berichterstattung und Geschichte. Diese Themen sind Gegenstand seiner wichtigsten Essais: "Théorie du récit", "Langages totalitaires" (1972), "Migrations du récit sur le peuple juif" (1974), "Le Dictionnaire politique portatif en cinq mots" (1982), "Le livre du vrai" (1998), "Nietzsche et Salomé: la philosophie dangereuse" (2000).

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