Wiener Vorlesungen - Prof. Dr. Pierre Bourdieu

Pierre Bourdieu wurde 1930 in Denguin geboren. Er ist Professor für Soziologie am renommierten Collège de France in Paris und Forschungsdirektor an der École des Hautes Études en Sciences Sociales. Bourdieu ist Herausgeber der Zeitschriften "Actes de la recherche en sciences sociales" und "Liber".

Die Forschungsschwerpunkte Pierre Bourdieus liegen im Bereich der Bildungs- und Kultursoziologie. Mit seinem Werk "La distinction. Critique sociale du jugement", Paris, 1979 (auf Deutsch 1982 erschienen unter dem Titel "Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft"), wurde Bourdieu einem weit über die sozialwissenschaftliche Forschungsgemeinschaft hinausgehenden Publikum bekannt. Bourdieu hat sich immer für eine Überwindung des Gegensatzdenkens von Theorie und Praxis eingesetzt. Er gehört zu jenen Intellektuellen, die sich mit großem Engagement in aktuelle politische Debatten einbringen.

Weitere wichtige Publikationen, die auf Deutsch erschienen sind: "Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft" (1987), "Homo academicus" (1988), "Die Intellektuellen und die Macht" (1991), "Vom Vergessen, vom Gedenken" (1995), "Das Elend der Welt" (1997), "Gegenfeuer" (1998), "Über das Fernsehen" (1998). Das engagierte wissenschaftliche Werk von Pierre Bourdieu wurde durch zahlreiche renommierte internationale Auszeichnungen, Gast- und Ehrenprofessuren sowie Ehrendoktorate gewürdigt. Unter anderem ist er Ehrendoktor der Freien Universität Berlin (1989), Er erhielt die Medaille d'or du Centre National de la Recherche Scientifique" (1993), den "Erving Goffman Preis der University of California-Berkeley (1996), und den "Ernst-Bloch-Preis" (1997).

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