Wiener Vorlesungen werden immer populärer
2012 begann für die Wiener Vorlesungen mit zwei prominent besetzten Diskussionsrunden. Zahlreiche Interessierte kamen, um den Ausführungen zuzuhören.

Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer bei der Wiener Vorlesung über jüdischen Humor aus Wien
Schon 40 Minuten vor Beginn der Wiener Vorlesung "Wege des Lachens. Jüdischer Witz und Humor aus Wien" am 23. Jänner 2012 war der Vortragssaal des Jüdischen Museums bis zum letzten Platz besetzt. Etwa 500 Interessente folgten dem Podiumsgespräch.
Da alle Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer zur Belegung ihrer Thesen Witze erzählten, war für Humor bei der Veranstaltung gesorgt. Der Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg zeigte die humanistische Dimension des jüdischen Humors, der die eigenen und nicht die fremden Schwächen dem Lachen preisgibt. Marcus Patka zeigte, dass die jüdischen Witze fast immer eine gegen Macht und Autorität gerichtete Wirkung haben. Und Ruth Werdigier widerlegte das Vorurteil, dass vorwiegend Männer als Witze-Erzähler agieren.
Am 25. Jänner 2012 interessierten sich fast 1.000 Zuhörerinnen und Zuhörer für die Ausführungen des Dirigenten Nikolaus Harnoncourt und des Leiters des Arnold Schoenberg Chores Erwin Ortner. Sie unterhielten sich darüber, ob man Musik im alten oder im neuen Zeitgeist aufführen soll. Harnoncourt erarbeitete dazu mit dem Schoenberg Chor die Motette für fünfstimmigen Chor von Johann Sebastian Bach, "Jesu meine Freude".
"Wie soll man Musik richtig aufführen - im alten oder im neuen Zeitgeist?"
Erfolgreiches Konzept wird fortgesetzt
Die nächste Wiener Vorlesung am 1. Februar 2012 widmet sich dem derzeit vieldiskutierten Thema "Burnout. Modediagnose oder schwere Krankheit unserer Zeit?".
Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny:
Die Wiener Vorlesungen sind mit einem ebenso einfachen wie spannenden Konzept seit 25 Jahren erfolgreich und zeigen, dass prominente Denker und gute Analysen des aktuellen Geschehens nach wie vor auf viel Interesse stoßen.
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wien.at-Redaktion
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