Wiener Geriatriekonzept

Pensionistin und Betreuerin lesen gemeinsam in einer Zeitung

Die Zahl der älteren Menschen in Wien wird in den kommenden Jahren steigen. Damit werden auch mehr pflege- und betreuungsbedürftige Seniorinnen und Senioren in Wien leben. Gleichzeitig geht die Betreuung durch Angehörige schrittweise zurück. Damit muss zwangsläufig eine Professionalisierung der Pflege und Betreuungsleistung einhergehen. Das erfordert den Ausbau der Pflegekapazitäten, mobil aber auch stationär. Genau das passiert derzeit in Wien.


Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely hat im Februar 2007 das Geriatriekonzept vorgestellt. Die Leitlinien sehen vor:

  • ambulante vor stationärer Betreuung
  • regional ausgewogene Verteilung der Pflegeeinrichtungen
  • leistbare und bedarfsgerechte Angebote an Pflege und Betreuung
  • höchste Qualität der angebotenen Leistungen

Das Wiener Geriatriekonzept macht die Stadt bis 2015 fit für die demographische Herausforderung. Das Pflegenetzwerk wird noch dichter geknüpft. Stationäre Einrichtungen werden auf den modernsten Stand mit höchstem Wohnkomfort gebracht und regional ausgewogener verteilt. Ein Überangebot im Westen wird zugunsten einer Ausgewogenheit des Angebots in ganz Wien abgebaut. Insgesamt steht ein leistungsfähiges Netz an städtischen und privaten gemeinnützigen Pflegeeinrichtungen zur Verfügung.

Neubauprogramm

Bis 2015 werden insgesamt elf neue Häuser gebaut. Darunter finden sich die Generalsanierung des Geriatriezentrums Donaustadt und drei "Häuser zum Leben" des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP). Sie ermöglichen ein Wohnen im Appartement auch bei hohem Pflegebedarf.

Darüber hinaus werden die Zahl der Tageszentren sowie mobile und ambulante Dienste in Wien weiter ausgebaut. So können ältere Wienerinnen und Wiener so lange wie möglich gut betreut zuhause leben.

2015 wird es in Wien nur mehr neue Pflegewohnhäuser auf höchstem Qualitätsstandard und kein altes Geriatriezentrum mehr geben.

Die Zahl der Pflegeplätze in Wien steigt zwischen 2008 und 2015 von rund 8.500 auf über 10.000 an. Gleichzeitig werden mobile und ambulante Dienste in Wien weiter ausgebaut. 2014 werden rund 27.000 Wienerinnen und Wiener über mobile Dienste wie Heimhilfe, Hauskrankenpflege oder Besuchsdienst in ihren Wohnungen gepflegt und betreut.

Stand 2014

Fertiggestellt

Das Pflegewohnhaus Leopoldstadt wurde im Sommer 2010 fertig gestellt. Hier leben 306 Bewohnerinnen und Bewohner.

Das Pflegewohnhaus Meidling wurde am 1. Juni 2011 eröffnet. 256 Bewohnerinnen und Bewohner sind eingezogen.

Das Pflegewohnhaus und Tageszentrum Simmering wurde im Frühling 2012 fertig gestellt. 348 Seniorinnen und Senioren leben im neuen Haus.

Das Pflegewohnhaus Liesing ist für 322 Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt. Ein Tageszentrum ist angeschlossen. Das Haus wurde im Juni 2013 offiziell eröffnet.

Das Pflegewohnhaus Innerfavoriten bietet seit Mai 2014 265 Bewohnerinnen und Bewohnern Pflege und Betreuung.

Baufortschritt weiterer Pflegewohnhäuser

Auf dem Standort des Geriatriezentrums Baumgarten wird in das Pflegewohnhaus Baumgarten investiert. Es wird ein Neubau mit angeschlossenem Tageszentrum für 316 Bewohnerinnen und Bewohner errichtet. Der Baubeginn erfolgte am 14. April 2011. 2014 werden die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

Neben den Neubauten wird auch das Geriatriezentrum Donaustadt generalsaniert. Zudem wird in einem Anbau ein Zentrum für 84 Langzeitbeatmete und Wachkomapatientinnen und -patienten errichtet. Die Bauarbeiten werden 2014 beendet sein. Danach können 328 Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

Im Zuge des Spitalskonzepts 2030 wird am Standort des früheren Kaiserin-Elisabeth-Spitals bis 2015/16 das Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus entstehen.

Kaiserin-Elisabeth-Spital wird modernes Pflegewohnhaus

Häuser zum Leben

Die "Häuser zum Leben" in Döbling, Ottakring und Hietzing des KWP verbinden das therapeutische Angebot mit einer optimalen Betreuung im eigenen Appartement. Die Grundidee dahinter ist, dass betreuungsbedürftige Menschen in Phasen, in denen sie verstärkte Pflege brauchen, im Appartement bleiben können. Sie müssen nicht auf eine Betreuungsstation übersiedeln. Ermöglicht wird das durch ein flexibles Raum-, Ausstattungs- und Betreuungskonzept.

Das Haus Döbling wurde 2012 fertiggestellt und bietet 252 Bewohnerinnen und Bewohnern ein neues Zuhause.

Neues Haus für SeniorInnen eröffnet

Das Haus Rosenberg im 13. Bezirk ist nach einem Um- und Zubau seit Dezember 2013 fertiggestellt. Das Haus bietet 288 Einzelwohnungen und 79 Pflegeplätze in drei stationären Bereichen.

Sanierung des PensionistInnen-Wohnhauses Rosenberg abgeschlossen

2015 werden die Bauarbeiten zum Haus Liebhartstal in Ottakring abgeschlossen.

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